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Rot Weiss Ahlen

Mit Freude gewinnen

André Fischer

Ahlen - 0:4 in Velbert, Pokal-Aus in Mengede - die Woche schmeckte weder Trainer Thomas Berndsen, noch seinem kickenden Personal und schon gar nicht den Fans. „Du kannst alles trainieren. Nur die Einstellung nicht“, sagt der Coach. Und die ließ zuletzt sehr zu wünschen übrig. „Wer keine Freude mitbringt, der kann wenn überhaupt nur 60 Prozent seiner Leistung abrufen. Und das ist zu wenig. Ich will hundertprozentigen Einsatz sehen“, macht Berndsen vor dem Heimspiel am Sonntag gegen ETB SW Essen unmissverständlich klar. Anstoß im Wersestadion ist um 15 Uhr.

„Nur das, was du mit Spaß machst, machst du gut“, lautet eine Philosophie von Thomas Berndsen. Er beherzigt sie, lebt sie seinen Spielern vor, in der Hoffnung, dass sie sich anstecken lassen. Beim Remis gegen Siegen zum Auftakt war etwas von dieser Freude spürbar, RW holte zweimal einen Rückstand auf - der Gesamteindruck passte, machte Lust auf mehr. Wenige Tage und zwei Niederlagen später ist alles anders, Rot-Weiß ist unsanft auf dem Boden gelandet und möglicherweise in der Realität angekommen. Wie auch das Umfeld, das jüngst vielleicht zu viel erwartet hatte. Nach dem 2:2 gegen die Sportfreunde waren die Jungs umzingelt von Schulterklopfern, die möglicherweise schon wieder anfingen zu träumen. Spätestens nach der Pokalschlappe beim Landesligisten Mengede sollten die Träumereien ein Ende haben.

Der Gast aus Essen hat bereits zwei Rückschläge in der Meisterschaft verkraften müssen und reist sieglos gen Wersestadt. Am ersten Spieltag gab es für die Truppe von Trainer Dirk Helmig eine 0:1-Heimniederlage gegen TuS Dornberg, jüngst folgte eine 0:4-Pleite in Siegen. „Auch Essen will irgendwann anfangen zu punkten“, weiß RW-Coach Berndsen. Er erwartet ein echtes Kampfspiel mit einem knappen Ausgang.

Vor der Partie gibt es aber noch etliche Fragezeichen auf Ahlener Seite. So sind Bernhard Venker (Rücken), Patrick Dutschke (Hämatom im Brustbereich), Toni Musto (Oberschenkel) und Marcos Brandao Bello (Knieprellung) angeschlagen. „Ich werde wohl wieder gezwungen sein umzuplanen“, so Trainer Thomas Berndsen.

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