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Vorstadtkrokodile 3

Mit Längen

wn

In naher Zukunft wird es sicher möglich sein, junge Schauspieler digital zu konservieren. Dann wird man Kinderfilmserien wie „Vorstadtkrokodile“ ewig weiterführen können, ohne dass die Hauptdarsteller sekundäre Geschlechtsmerkmale entwickeln.

Noch aber diktiert das Alter die Bedingungen. Kurz vor der Pubertätsfalle hat „Hangtime“-Regisseur Wolfgang Groos eine letzte Folge mit den Krokodilen abgedreht, deren Abenteuer schon länger nichts mehr mit Max von der Grüns Jugendbuch zu tun haben.

Zwei Star-Krokodile („Killerpilz“ Kai und Olli) verlassen die Szene zudem sehr früh, was mit ihnen gelockte Fans betrüben wird. Der Plot: Kumpel Frank braucht nach einem Kart-Unfall eine Spenderleber, die nur sein älterer Bruder liefern kann.

Der sitzt aber seit Teil eins (nebst Axel Stein mit Perücke) im Knast, weshalb die Krokodile Rififi ins Ruhrgebiet verlagern und einen tolldreisten Ausbruchsplan austüfteln. Das hat gute Momente, aber auch Längen, weil die Jungmimen ihre Rollen zu (nach-)lässig runterspulen. Wird Zeit, dass die Pubertät kommt.

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