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Möllemanns Todessprung beschäftigt Bundesgericht

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Karlsruhe/Münster - Fast sieben Jahre nach dem tödlichen Fallschirmsprung des FDP-Politikers Jürgen Möllemann beschäftigt sich der Bundesgerichtshof mit Video-Aufnahmen des Falls. Das teilte das Gericht am Mittwoch in Karlsruhe mit und bestätigte damit einen WDR- Bericht. In dem Urheberrechtsprozess geht es am 25. März um Bilder, die der Nachrichtensender n-tv ausstrahlte (I ZR 122/08). Der Kläger war 2003 mit Möllemann an Bord eines Sportflugzeugs gewesen und hatte dessen Todessprung mit der Kamera aufgezeichnet. Über einen Umweg war n-tv an das Material gelangt und hatte es im Juni 2007 ausgestrahlt. Der Kläger verlangt Auskunft über die erzielten Werbeerlöse. Das Landgericht Bochum hatte die Klage abgewiesen: Der Film habe keinen Einfluss auf Werbeeinnahmen gehabt. Bisher genauso erfolglos hat der Kläger Auskunft zu Werbe-Umsätze eines Onlineportals verlangt, auf dem das Video im 2007 zu sehen war. Auch dieser Fall wird in Karlsruhe verhandelt (Az.: I ZR 130/08). Als am 5. Juni 2003 mehr als 100 Beamte im Zuge einer internationalen Razzia ausgerückt waren, um sein Firmengeflecht zu durchsuchen, hatte der passionierte Fallschirmspringer Möllemann ein Flugzeug bestiegen und war in der Nähe von Marl in den Tod gestürzt. Die Staatsanwaltschaft konnte damals einen Selbstmord nicht ausschließen, aber auch nicht mit letzter Sicherheit feststellen.

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