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Ahlener SG

Moralische Unterstützung vom Papa

André Fischer

Ahlen. Freitag, der Siebte! Jener Tag im November des vergangenen Jahres hätte auch der 13. sein können, zumindest für Rasmus Gersch, Mittelmann der heimischen Zweitliga-Handballer. Beim Spiel gegen den SV Post Schwerin (26:28) musste der 26-Jährige erstmals in seiner Karriere überhaupt die Erfahrung einer schweren Verletzung machen. Der erste Verdacht Kreuzbandriss hat sich glücklicherweise nicht bestätigt, doch die zweite Diagnose, dass sich die Unterschenkelknochen verschoben haben, war nicht wesentlich besser. Rund zweieinhalb Monate sind seitdem vergangen. Gut so, denn Gersch hat mittlerweile sein Lachen wiedergefunden, befindet sich seit mehr als zwei Wochen wieder im Mannschaftstraining. „Manchmal muss ich ihn schon bremsen, so heiß ist er auf Handball“, sagt Trainer Jens Pfänder, der jeden Tag Fortschritte sieht. Alles deutet sogar darauf hin, dass der ehemalige Rostocker beim Rückrundenauftakt gegen Dessau am 31. Januar wieder im Kader steht.

„Die Zeit nach der Verletzung war echt hart. Ich lebe für den Sport. Nicht zu spielen ist wirklich grausam. Umso glücklicher bin ich, dass es von Tag zu Tag besser funktioniert“, sagt Gersch, der in all den Leidenswochen immer wieder moralisch von Papa Frank, einst Profi beim Rekordmeister THW Kiel, unterstützt wurde. „Der war auch manchmal länger verletzt und weiß, wie ein Spieler sich dann fühlt.“

Eineinhalb Wochen hat er noch Zeit, um sich auf sein Comeback im ASG-Dress vorzubereiten. „Er wird nur spielen, wenn er zu 100 Prozent belastbar ist“, sagt Coach Pfänder ganz klar, der kein unnötiges Risiko eingehen will. „Jens ist auf meine Gesundheit bedacht, und das ist gut so. Ich selbst bin vielleicht manchmal zu risikobereit“, gibt Gersch zu.

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