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Rot Weiss Ahlen

MSV hat noch Hoffnung

Franz Prinz

Ahlen - Milan Sasic und Christian Hock kennen sich gut und schätzen sich. „Obwohl mir nicht gefallen hat, was in der Hinrunde passiert ist“, schmunzelt der Trainer des MSV Duisburg, der am Karsamstag mit den „Zebras“ ab 13 Uhr im Ahlener Wersestadion zu Gast ist und dort „unbedingt Revanche nehmen will“. Revanche für ein „ganz dummes und absolut unnötiges Remis“, schimpft Sasic noch heute, wenn er an den Auftritt der Ahlener Rot-Weißen in der MSV-Arena denkt. Mit 2:0 hatte seine Mannschaft zur Pause geführt, doch die Ahlener rafften sich im zweiten Durchgang zu einer wahren Energieleistung auf und schafften noch das 2:2.

Es war der erste Einsatz von Sasic auf der Trainerbank des MSV Duisburg. Zwei Wochen zuvor war Peter Neururer entlassen worden. „Ich hatte natürlich auf drei Punkte gesetzt und war mir zur Pause auch sicher, dass wir den Sieg schaffen.“ Damals rangierte der MSV mit 17 Zählern auf dem achten Tabellenplatz, aktuell sind es 28 Punkte mehr und Rang fünf. Eine gute Ausbeute, auch wenn der Anschluss an die Aufstiegsränge noch nicht gelungen ist. „Wir geben erst auf, wenn nichts mehr geht“, hat Milan Sasic die Hoffnung auf die Rückkehr in die Bundesliga aber noch nicht aufgegeben. „Augsburg schwächelt offenbar, jetzt müssen wir zuschlagen“, fordert er von seiner Mannschaft, die zuletzt gegen TuS Koblenz einen klaren 4:1-Sieg schaffte und nach der 0:4-Niederlage der Augsburger in Aachen nur noch acht Zähler Rückstand auf die Schwaben hat. „Es wird zwar schwer, aber bei sechs noch ausstehenden Begegnungen ist alles möglich.“

Deshalb hat der Chefcoach des MSV auch alles dran gesetzt, Missstimmungen in seiner Mannschaft auszuräumen. Viele Spieler hatten ihm zuletzt einen zu rüden Umgangston vorgeworfen. Präsident und Manager forderten daher eine Aussprache, die es auch vor dem Spiel gegen Koblenz gab. Und der 51-jährige Kroate zeigte Größe, entschuldigte sich vor der versammelten Mannschaft, was ihm Respekt einbrachte. „Das war schon eine große Geste unseres Trainers“, freute sich Christian Tiffert. Das Wort des offensiven Mittelfeldspielers hat Gewicht beim MSV Duisburg, deshalb muss davon ausgegangen werden, dass jetzt wieder Ruhe bei den „Zebras“ einkehrt. Das bezweifelt aber Schlussmann Tom Starke: „Bei uns sind die Ambitionen und Erwartungen so groß, da wird immer etwas in Bewegung sein.“ Er und seine Mannschaft wollen jedenfalls am Karsamstag im Ahlener Wersestadion nichts unversucht lassen, durch einen weiteren „Dreier“ die Option auf den Relegationsplatz zu wahren. Den direkten Aufstieg hat man hingegen abgehakt: „St. Pauli liegt zehn Punkte vor uns, die können wir nicht mehr einholen“, so Sasic.

MSV Duisburg: Starke - Andersen, Tiago, Fahrenhorst, Veigneau - Sahan, Grlic, Tiffert - Adler, Baljak, Caiuby

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