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Münster: Reizgas-Attacke in Schule - Sechs Kinder im Krankenhaus - Straftat?

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Münster-Roxel - Offenbar durch Reizgas wurden mindestens sechs Schüler zwischen 12 und 16 Jahren in der Droste-Hauptschule in Roxel so schwer verletzt, dass sie mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden mussten. Deren Klassenkameraden klagen über Unwohlsein, Atemnot, und Sehstörungen. Insgesamt 45 Kinder wurden von Notärzten vor Ort medizinisch betreut. Die Eltern wurden benachrichtigt, ihre Kinder von der Schule abzuholen. <2>Ein Sprecher der Rettungskräfte sagte, das Schulgebäude der Droste-Schule sei sicherheitshalber evakuiert worden; Lehrer und Schüler hatten sich zunächst auf dem benachbarten Sportplatz versammelt und warteten auf die Freigabe des Gebäudes, das offenbar auch durchsucht worden war. Die Feuerwehr setzte einen Hochleistungslüfter ein, um das Gas aus dem Gebäude zu entfernen und durchzulüften. Die Polizei geht Hinweisen nach, wonach männliche Schüler Reizstoffgas versprüht haben sollen. Bei zwei Schülern fand die Polizei Pfefferspraydosen, "die jedoch unversehrt waren, so dass die Beiden nicht als Täter in Frage kommen", wie ein Polizeisprecher bestätigte. Die Ermittlungen dauern an. Ein großes Lob der eingesetzten Kräfte ging an Lehrer, Schulleitung und Schüler. Die Räumung der Schule erfolgte nach Angaben der Rettungskräfte ruhig und geordnet. So etwas hat es an einer Schule in Münster noch nie gegeben! (Polizeisprecherin Evelin Kösters zur Reizgas-Attacke in der Droste-Hauptschule) Die Sprecherin der Polizei ging davon aus, dass das Gas wohl nicht in einem der Klassenzimmer, sondern auf dem Gang versprüht worden sei, einen Unfall könne man ausschließen. Erkenntnisse im Rahmen der Ermittlungen vor Ort deuten darauf hin, dass ein oder mehrere Schüler das Gas mutwillig versprühten. Die Gründe dafür liegen derzeit noch im Unklaren. Fest steht nur, dass es einen solchen Vorfall an einer münsterischen Schule bislang noch nie gegeben hat, wie die Polizeisprecherin Evelin Kösters sagte. Der Notruf erreichte die Feuerwehr um 10.50 Uhr, sie rückte mit drei Rettungswagen und vier Notärzten aus. Auch die Polizei traf kurze Zeit später ein. Die Ermittlungen dauern an.

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