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USC Münster

Münster steht wieder zum USC

Wilfried Sprenger

Münster - Es ist wahrscheinlich, dass der USC Münster die Saison auf Rang neun abschließt. Damit würde der Frauenvolleyball-Bundesligist sein Ziel (einstelliger Tabellenplatz) erreichen. Zur Jahreswende, als die Unabhängigen im Tabellenkeller klebten, schien dies kaum mehr möglich.

In Münster wird wieder über den USC gesprochen. Und offenbar ist es auch wieder chic, zum Berg Fidel zu gehen. Offiziell 1862 Zuschauer kamen am Sonntag zum letzten Heimspiel gegen VC Olympia Berlin. Damit wurde der Schnitt auf 1421 Besucher angehoben. Es ist ein beachtliches Ergebnis und im Vergleich zur Vorsaison (Schnitt: 901) beinahe schon ein Quantensprung.

Mit guten Leistungen hat die Mannschaft die Gunst der Anhänger zurückgewonnen. Acht Heimspiele in Reihe gewann sie seit Ende Januar. Die Fans reagierten, den besten Saisonbesuch (2157 Zuschauer) verzeichnete der USC am 22. Februar in der Partie gegen Wiesbaden. Es war der einzige Tag, an dem Münster die 2000er-Marke knackte.

Drei Mal begrüßten die Unabhängigen weniger als 1000 Besucher - in jedem Fall in der ersten Saisonhälfte. Erschreckend war die Resonanz am 4. November beim 0:3 gegen Hamburg. Nur 400 Zuschauer verfolgten die Begegnung. Sie war ein sogenanntes Fernsehspiel und fand an einem Dienstag statt. Auch die Montagspartie zuvor gegen Leverkusen, immerhin das erste Heimspiel der Saison, sahen nur 942 Fans. Termine an Werktagen mit Spielbeginn um 20.15 Uhr kommen bei den münsterischen Volleyball-Freunden offenbar nicht gut an.

Was andernorts nicht so ist. In Dresden beispielsweise ist Spitzenvolleyball an jedem Tag zu verkaufen. Zum Topspiel am 17. November strömten 2950 Anhänger in die Sporthalle. 3200 kamen am 3. März (Montag) zur Auseinandersetzung mit dem Schweriner SC - es ist der Saisonspitzenwert.

Zwei Spieltage sind in der Bundesliga noch zu bestreiten. Münster ist dabei jeweils auswärts gefordert: Am nächsten Samstag bei den Roten Raben Vilsbiburg und eine Woche später beim Schweriner SC. Beim Heimkehraus am Sonntag hatten Mannschaft und Anhänger viel Spaß. Im prall gefüllten VIP-Raum wurde gemeinsam bis zur Tatort-Stunde gefeiert, eine Band sorgte für Stimmung und stellte unter stürmischem Jubel den neuen USC-Song vor. Die musikalische Vorlage lieferte die Neue-Deutsche-Welle-Gruppe „Zoff“ aus Iserlohn mit ihrem Ohrwurm „Sauerland“. „Wir haben den Song umgetextet und wollen mit ihm auch ins Studio. Zur neuen Saison soll die CD fertig sein“, erklärte Münsters Marketingleiter Matthias Greifenberg.

Auch eine Tombola-Aktion, großzügig bestückt von den Sponsoren der Unabhängigen, kam bei den Fans bestens an. Schon nach 15 Minuten waren alle Lose verkauft. Der Erlös von knapp 1000 Euro spendet der USC an die Kinderkrebsstation der Uniklinik.

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