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Musikschul-Vorspiel: Vergnügte Lieder und E-Musik

wn

Ibbenbüren. Es gehört schon eine beachtliche Portion an Engagement dazu, um an einem Mai-Abend mit wunderschönem Wetter an einem Vorspiel der Städtischen Musikschule teilzunehmen. Die Fachbereichskonzerte sind aber so beliebt, dass auch das Fachbereichskonzert der Holzbläser am Mittwoch zahlreiche Zuhörer fand. Es zeigte einen Querschnitt durch „sämtliche Stilistiken“, wie es Fachbereichsleiter Stefan Schomaker in seiner Begrüßung formulierte.

In der Tat umfassten die einzelnen Programmpunkte Kompositionen aus der Zeit des Barock bis hin zur Unterhaltungsmusik, die von jüngeren oder fortgeschritteneren Schülern solistisch oder in Kleingruppen vorgetragen wurden. Passend zum Wetter eröffnete ein kleines Querflötenduo den Abend mit „The Sun has got his hat on“. In bunter Mischung folgten Titel von H.vMenken, A. Pfortner und P. Harris. Dabei verbreiteten die zahlreichen Querflötenspielerinnen mit Melodien vom Medley bis zum Tango gute Laune.

Ganz besonders vergnügt war eine Blockflötengruppe, die das Publikum mit Liedvariationen von A. de Cabezon erfreut hatte. In der zweiten Hälfte des Vorspiels ging es dann mit E-Musik von Georg Philipp Telemann (1681 – 1767) bis hin zu Francis Poulenc (1899 – 1963) ein wenig gesetzter zu. Auf die erfreulich große Zahl des musikalischen Nachwuchses folgten nun die „Alten Hasen“ von denen einige auch erfolgreich am Wettbewerb „Jugend musiziert“ erfolgreich teilgenommen hatten. Die reiche Vorspiel-Erfahrung ermöglichte ihnen auch, mit den plötzlich von außen auftretenden Störungen souverän umzugehen. Trotzdem ging manche interpretatorische Feinheit in Fremdgeräuschen unter.

Die durch andere Veranstaltungen im selben Gebäude hervorgerufenen Irritationen schienen längst durch gezielte Planung und dezidierte Rücksichtnahme überwunden. Die augenblicklich dichte Belegung der „Alten Sparkasse“ macht solche Absprachen aber praktisch unmöglich. So ist zu hoffen, dass sich der Musikschule zusätzliche Möglichkeiten eröffnen, die die Leistungen der Schülerinnen und Schüler besser zur Geltung kommen lassen.

Trotz aller Widrigkeiten brachte so manch einer sein Instrument zu Leuchten. Da überzeugte der solistische Vortrag mit Musik von J. P. Kirnberger auf der Oboe ebenso wie die ungewöhnliche Kombination von Oboe und Blockflöte oder Querflöte und Klarinette und anderes mehr.

Neben den Leistungen der Schüler war aber auch der Einsatz der Lehrer beachtlich, die die Jugendlichen nicht nur umsichtig begleiteten, sondern sie mit viel Sachverstand und Einfühlungsvermögen zu gemeinsamen Spiel angeleitet und zu diesem runden Abend zusammengebracht haben.

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