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Rot Weiss Ahlen

„Müssen Moral in der Mannschaft fördern“

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Ahlen - Jürgen Seeberger, Trainer von RW Ahlens Sonntags-Gast Alemannia Aachen, erinnert sich noch genau an das Hinspiel gegen Langer­bein und Co.: „Das hat uns geschmerzt.“ Beim 0:2 mussten die „Kaiserstädter“ die erste von nun drei Heimniederlagen in dieser Zweitliga-Saison im Tivoli-Stadion hinnehmen. In der Gesamtbilanz sieht es für die Alemannia aber besser aus. Beide Mannschaften trafen bisher 13 Mal aufeinander, Aachen verließ sechs Mal als Sieger den Rasen. Sollte die Seeberger-Elf auch am Sonntag (Anstoß um 14 Uhr im Wersestadion) einen „Dreier“ mit auf die Heimreise nehmen, dann könnten die Schwarz-Gelben doch noch auf die Aufstiegsränge schielen. Sechs Punkte trennen Aachen noch vom Relegationsplatz.

Dem 4:1 in Mainz ließ Ihre Mannschaft nach der Länderspiel-Pause ein 1:0 gegen den Aufstiegsaspiranten SpVgg Greuther Fürth folgen. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Seeberger: Die Zuschauer haben eine sehr gute Partie zweier starker Mannschaften gesehen. Wir waren hartnäckig und haben unser Spiel durchgezogen. Der Sieg geht schon in Ordnung, weil wir über die gesamte Spieldauer die gefährlichere Mannschaft waren. Es war mal wieder Tivoli-Atmosphäre zu spüren.

Die Alemannia hat mit Mainz und Fürth gegen zwei Aufstiegsaspiranten gewonnen. Schielen Sie bei sechs Punkten Rückstand selbst noch einmal auf den dritten Rang?

Seeberger: Damit beschäftige ich mich nicht. In Mainz ist uns erst der zweite Auswärtssieg dieser Saison gelungen. Wir haben die richtige Richtung eingeschlagen, aber diesen Weg müssen wir jetzt weitergehen. Wenn es uns aber nicht gelingt, auch einmal einen Rückstand umzubiegen, dann wird es ganz schwer.

Nach einem Rückstand hat die Alemannia erst zwei Punkte eingefahren. Sie haben gesagt, das bis zum Saisonende noch ändern zu wollen. Wie soll das gehen?

Seeberger: Wir müssen die Moral in der Mannschaft fördern, damit sich in diesen Situationen eine Gruppendynamik auf dem Platz entwickelt und die Jungs noch entschlossener auf einen Rückstand reagieren. Uns fehlen mit Reiner Plaßhenrich und Thomas Stehle zwei routinierte Spieler. Das Team befindet sich in einem Konsolidierungs-Prozess und benötigt noch Zeit.

Ein möglicher Abschied von Junioren-Nationalspieler Lewis Holtby, der von zahlreichen Bundesligisten umworben wird, geistert weiter um den Tivoli. Sie haben Ihrem 18-jährigen Angreifer zum jetzigen Zeitpunkt von einem Wechsel abgeraten. Warum?

Seeberger: Weil es für die Entwicklung eines jungen Spielers ganz wichtig ist, Spielpraxis zu sammeln. Der Wunsch, sich bereits jetzt in der höchsten Spielklasse mit den Gegnern messen zu wollen, spricht für Lewis und sein Selbstvertrauen. Er hat eine große Zukunft vor sich. Bei uns hätte er aber bei normalem Leistungen eine Chance von 95 bis 100 Prozent zu spielen und könnte sich so besser weiter entwickeln.

Am Sonntag tritt die Alemannia in Ahlen an. Wie schätzen Sie den Gegner ein?

Seeberger: Ahlen hat bisher eine gute Runde gespielt und vor allem in der Offensive mit dem Trio Lars Toborg, Kevin Großkreutz und Timo Reus seine Stärken. Was aber noch viel wichtiger ist: Die Mannschaft zeigt gewachsene Strukturen.

Wer fehlt in Ahlen?

Seeberger: Neben den Langzeitverletzten Reiner Plaßhenrich und Thomas Stehle ist Markus Daun noch nicht fit.

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