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Mutmaßlicher Mörder auf der Flucht - Kardelen in Wohnung getötet

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Paderborn – Auf der Suche nach dem mutmaßlichen Mörder der achtjährigen Kardelen aus Paderborn bauen die deutschen Ermittler auf die Hilfe ihrer Kollegen in der Türkei. Doch diese Hoffnung hat sich jetzt zerschlagen. Sollte der mutmaßliche Mörder der achtjährigen Kardelen aus Paderborn in der Türkei gefasst werden, würde er nicht nach Deutschland ausgeliefert.

Die türkischen Behörden hätten dies den deutschen Ermittlern bereits mitgeteilt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Paderborn, Horst Rürup, am Donnerstag und bestätigte Informationen der Zeitung „Neue Westfälische“. Im Falle einer Festnahme planten die türkischen Behörden ein eigenes Strafverfahren gegen Ali K.. „Wir werden das selbstverständlich respektieren“, sagte der Sprecher. Der 29-jährige Ali K. wird in der Türkei vermutet. Kardelen war Mitte Januar getötet worden.

Der unter dringendem Tatverdacht stehende Ali K. war kurz nach der Tat vom Flughafen KölnBonn aus nach Izmir in die Westtürkei geflogen. Es habe sich ein Hinweisgeber gemeldet, der den Mann zum Flughafen Köln-Bonn gefahren habe, bestätigte die Polizei. Von dort sei er nach Izmir abgeflogen.

Die türkischstämmige Kardelen war vor rund drei Wochen missbraucht und erstickt worden. Die Leiche des Mädchens wurde kurz darauf in einem Waldstück am Möhnesee im Sauerland, 60 Kilometer von Paderborn entfernt, gefunden. Das Verbrechen löste in Deutschland und auch in der Türkei Wut, Trauer und Entrüstung aus.

Am Mittwoch hatte die Mordkommission mitgeteilt, dass die Spuren auf den 29 Jahren alten Türken Ali K. hindeuten, der in der Nachbarschaft von Kardelen und ihren Eltern wohnte. Nach dem Mann wird international gefahndet. Ein Polizeisprecher betonte, dass man noch nicht wisse, ob sich Ali K. derzeit tatsächlich noch in der Türkei aufhalte.

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