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Rot Weiss Ahlen

Nach Leberhaken den K.o.-Schlag verpasst

Cedric Gebhardt

Ahlen/Wattenscheid. Wenn ein Boxer seinen Gegner kurz vor dem Knockout hat, muss der finale Schlag erfolgen. Ansonsten geht der Kontrahent unter Umständen nicht zu Boden. Ähnlich ist es im Fußball. Dort hatten RW Ahlens A-Junioren die SG Wattenscheid 09 schon in den Seilen hängen, ehe sie es verpassten den K.o.-Schlag auszuführen. Immerhin, der erste Punkt der neuen Saison wurde durch dieses 1:1-Remis eingefahren.

Es war ein dem Spielverlauf entsprechendes Resultat zweier defensiv eingestellter Mannschaften. Zunächst aber ging Rot-Weiß die Partie forsch an, ging auf Nahdistanz zu seinem Gegner und ließ die ersten Wirkungstreffer folgen. Nach einer ersten Gelegenheit von Luka Tankulic (7.), war es vor allem Cihan Oezkara (11./13.), der die Platzherren mit zwei hochkarätigen Möglichkeiten schockte. Den ersten (und leider einzigen) Leberhaken besorgte David Sawatzky den Wattenscheidern. Der RW-Mittelfeldspieler, dem Trainer Michael Ross eine gute Leistung attestierte, schlenzte die Kugel in der 20. Minute nach einer feinen Körpertäuschung zur verdienten 1:0-Führung ins Netz. Ahlens geglückter Beginn mit viel Druck hatte sich ausgezahlt. Doch etwa zehn Minuten vor der Pause kam Wattenscheid immer besser in die Partie. Rot-Weiß versäumte es, den angeschlagenen Gastgebern einen zweiten (möglicherweise) entscheidenden Treffer zu verpassen und zu demonstrieren, wer Chef im Ring war.

Nun kam die SG mehr und mehr ins Spiel, nutzte die Freiräume im Mittelfeld, die RW den 09ern gestattete. Zuvor bereits durch Freistöße gefährlich, kamen die Gastgeber in der 74. Minute durch Gülgün zum 1:1-Ausgleich. Diesem war ein missglückter Einwurf der Ahlener und die fehlende Abstimmung in der RW-Innenverteidigung voraus gegangen. RW zog sich nun immer weiter zurück und gab sich mit dem Punkt zufrieden. Nicht aber Trainer Michael Ross. Er monierte: „Wir hätten nach dem Führungstor noch einmal nachlegen müssen, dann wäre Ruhe gewesen. Man darf den Gegner nicht mehr ins Spiel kommen lassen.“ Wenn es um die Qualitäten eines Boxers geht, muss Rot-Weiß also noch einiges lernen.

RW A: Kampe – Blesz, Weikert, Sawatzky, Kickermann, Kizilkaya (55. Volkmer), Cabuk, Maier, Bouasker, Oezkara (78. Köse), Tankulic

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