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IVZ-Lokalfenster - Tecklenburger Land

„Nacht der offenen Kirche“: Turmbesteigung war Attraktion

Recke. „Oma, das war echt toll da oben bei den Glocken.“ Für die Achtjährige war die Turmbesteigung der Höhepunkt in der „Nacht der Offenen Kirche“ in der evangelischen Kirche in Recke. Pastorin Elke Böhne musste gleich mehrmals mit jeweils zwölf Kindern auf den Turm steigen. Für die Sechs- bis Zwölfjährigen war das, als die Ersten wiederkamen und begeistert erzählten, einfach ein Muss. Dafür ließen sie auch Feuer und Stockbrot vor dem Kirchenportal – allerdings nur vorübergehend – in der Hand der Eltern.

„Wasser und Geist“ – dieses Motto stand im Mittelpunkt der dritten Nacht der „Offenen Kirche“ in Recke. Schwimmkerzen im Taufbrunnen machten dies pfingstliche Motto deutlich. Mehr und mehr im Laufe des Abends strahlte das Licht anheimelnd aus der Tiefe des Taufbrunnens. Wie eng und schmal es in dem alten Turm ist, das wussten die Eltern erst, nachdem sie selbst oben waren. Und wie es sich für den ursprünglichen Wehr- und Fluchtturm gehört, der Zugang ist nur über eine neun-sprossige Leiter, quasi im ersten Stock, zu erreichen.

Im Chorraum lud der Kirchenchor zum Offenen Singen unter dem Motto „Herr, bleibe bei uns, denn es will Abend werden“ ein. Chorsätze und Gemeindelieder wechselten einander ab. Das Abendlied „Nun ruhen alle Wälder, Menschen, Städt und Felder“ sangen Chor und Gäste, während allmählich das Licht in den Kirchenfenstern schwächer wurde. Der Chor intonierte dann einfühlsam den Chorsatz „Herr in Deiner Hut“ von Jochen Klepper. Als dann das schwimmende Licht aus dem Taufbrunnen stärker war als das letzte Abendlicht, und der Raum sich in eine Stätte der Ruhe und des Gotteslobes verwandelt hatte, stimmten Gäste und Chor getragen und langsam „Der Mond ist aufgegangen“ an.

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