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Ahlener SG

Nah sein heißt nicht näher kommen

Niklas Groß

Ahlen - Bislang war es das eigentliche Gesprächsthema in und um die Friedrich-Ebert-Halle: Die offenbar verhaltene Kommunikation zwischen den Verantwortlichen der HSG-Ahlen-Hamm und potenziellen Akteuren der Spielgemeinschaft rückte zusehends in den Fokus, wegweisende Informationen über die Zukunft einiger ASG-Akteure waren dagegen rar gesät.

Die heimischen Akteure hätten sich durchaus das eine oder andere Gespräch (mehr) gewünscht, um allmählich Klarheit in Sachen sportlicher Zukunft zu erhalten. Dabei konnten sich Gesprächspartner am Samstagabend kaum näher kommen, schließlich lief man sich ja über den Weg. Miteinander gesprochen wurde deshalb nicht unbedingt.

Sich (räumlich) nah zu sein, heißt eben nicht zwangsläufig, sich auch näher zu kommen.

So hängt Malte Schröder nach wie vor in der Luft, begibt sich von dort aus jedoch langsam auf Vereinssuche. „Ich glaube, das Thema HSG ist durch“, mutmaßt der Rückraum-Rechte. Rasmus Söbys Verbleib in Hamm ist so gut wie sicher und Schröders Position daher schon teilweise blockiert. Zudem ziehen sie bei der HSG offenbar die Verpflichtung eines erfahrenen Rückraum-Akteurs einer Zukunft für Schröder in der ersten Mannschaft vor.

Ähnlich geht es Jan Peveling. Der machte mit einer starken Leistung gegen den ASV Hamm abermals auf sich aufmerksam und dürfte die Entscheidungsträger in ihrem Bestreben bestärkt haben, das ASG-Eigengewächs als dritten Torwart in der Maxipark-Arena einzuquartieren. Bleibt die Frage, ob Peveling diese Rolle genügt, ob er sich erstmal zufrieden gibt mit der Perspektive Regionalliga-Handball. Dürfte bei Mattes Rogowski „Anfang der Woche“ Definitives zu erwarten sein, ist der Abschied von Olafur Bjarki Ragnarsson wohl ausgemachte Sache. Mit seiner Verletzung zu Rückrunden-Beginn ist der isländische Junioren-WM-Teilnehmer scheinbar aus dem Blickfeld geraten und dürfte keine Zukunft mehr haben in Ahlen oder Hamm. Hierfür kommt auch Gustaf Samuelsson nicht infrage. Der Schwede kann sich derweil durchaus vorstellen, „noch ein paar Jahre in Deutschland zu spielen“, liebäugelt jedoch auch mit einer Rückkehr in die Heimat.

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