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Nasse Pfoten – kein Problem!

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Katzen sind wasserscheu, das weiß doch jeder! Oder? In einer neuen Reihe unserer Zeitung stellt das LWL-Museum für Naturkunde des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe in Münster die verschiedenen Katzen dieser Welt vor. Heute ist die Fischkatze an der Reihe, eine der wenigen Katzen, die gerne ins Wasser geht.

Es ist kaum zu glauben: Manche Katzen mögen Wasser. Das kennen wird von unseren Stubentigern oftmals ganz anders: Wird das Pfötchen einmal nass, wird das Wasser sofort abgeschüttelt. Die Fischkatze (Prionailurus viverrinus) aus Asien dagegen fühlt sich im Wasser so richtig wohl. Sie bevorzugt eine sogenannte semi-aquatische Lebensweise.

Semi heißt halb und Aqua Wasser. Das bedeutet, dass diese Katze einen Großteil ihres Lebens am und im Wasser verbringt. Die Fischkatze jagt nach Wassertieren wie Fischen, Fröschen, Krebsen oder Muscheln. Dafür kauert sie sich ans Ufer und schlägt die Beute mit der Pfote aus dem Wasser oder sie watet direkt im Wasser umher und taucht sogar nach Beute.

Zwischen ihren Zehenballen hat sie Ansätze von Schwimmhäuten, und ihre Krallen kann sie nicht ganz zurückziehen, so dass sie guten Halt auf rutschigem Untergrund findet. Der Bestand der freilebenden Fischkatzen ist rückläufig, sie werden als bedrohte Tierart eingeschätzt.

Wollt ihr mehr über Katzen wissen? Im Naturkundemuseum läuft die Ausstellung „Alles für die Katz – Natur- und Kulturgeschichte der Katzen“. Weitere Infos im Internet oder unter 02 51/591 05.

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