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Special zum Tod von Robert Enke

Nationaltorwart Robert Enke beigesetzt

wn

Neustadt am Rübenberge - Fußball-Nationaltorwart Robert Enke ist am Sonntag auf dem Friedhof in Empede bei Neustadt am Rübenberge (Region Hannover) beerdigt worden. Er wurde neben seiner 2006 gestorbenen Tochter Lara beigesetzt. Hunderte Menschen - darunter viele Kinder und Jugendliche mit Fan-Schals - säumten bei strömendem Regen die Straßen des Dorfes, als die Trauergesellschaft zur Beisetzung fuhr. Die Polizei hatte den Friedhof weiträumig abgesperrt. Nur Familienangehörige, Kollegen und engste Freunde begleiteten den Sarg. Zuvor hatte es eine öffentliche Trauerfeier mit etwa 40 000 Menschen im Stadion in Hannover und eine private Zeremonie in der Kapelle des Klosters Mariensee gegeben. Bereits gegen Mittag hatte die Polizei einige Straßen rund um Enkes Wohnort abgesperrt und den Verkehr umgeleitet. Mit einer Polizeieskorte rollte der Leichenwagen zunächst zum Kloster Mariensee, gefolgt von fünf Bussen mit Spielerkollegen und Trauergästen sowie mehreren Autos. In dem kleinen, beschaulichen Empede hing vor einem Haus eine Fahne des Bundesligisten Hannover 96 auf Halbmast, überall standen Polizeifahrzeuge. Einige Anwohner schauten aus den Fenstern oder standen vor den Haustüren. Am frühen Nachmittag sammelten sich immer mehr Menschen an den Straßen. Knapp 200 Fans harrten direkt an der Absperrung rund 200 Meter vor dem Friedhof aus, der außerhalb des Ortes liegt. Einige Trauernde hatten Blumen mitgebracht, viele trugen Mützen und Schals von Hannover 96. Der Torhüter des Fußball-Bundesligaclubs hatte sich am Dienstag das Leben genommen.

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