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Nelly Furtado entdeckt die Unbeschwertheit

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Blitzsauber durchchoreografierte Shows, blitzsauber durchproduzierte Timbaland-Tracks mit Energie und Kompromisslosigkeit - sie machten Nelly Furtado auf ihrem letzten Album „Loose“ aus, ehe sich die Kanadierin mit den portugiesischen Wurzeln in eine Pause verabschiedete. Um ihren Traum zu verwirklichen. Ein komplett spanischsprachiges Album.

„Manos Al Aire“, die erste Auskopplung, war der Vorbote für die so anderen Songs im Vergleich zum Megaseller des vergangenen Jahres: Nelly Furtado präsentiert auf „Mi Plan“ blitzsauberen Pop mit natürlichen und völlig sympatischen Schlenzern. Vergessen scheint die toughe Powerfrau, die vom „Maneater“ sang. Mal plappert sie vorweg, ehe ein Song beginnt (“Bajo Otra Luz“). Immer wieder hört man das Schwingen und Quietschen der unvermeidlichen Akustikgitarren heraus.

Ganz lässt sich gerade in den Balladen der schwülstige Unterton, den das Spanische an sich hat, nicht wegdenken. Aber in den meisten Songs findet Nelly ihre eigenen, äußerst lebhaften Wege, die zehn Mal authentischer klingen als das, was auf den Balearen aus den Lautsprechern dringt. Sie gibt folkloristischen Elementen eine einprägsame Leichtigkeit, die Spaß macht. Wenn man den „Maneater“ verdrängt hat.

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