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Überarbeitete EU-Trinkwasserverordnung

Neue EU-Trinkwasserverordnung / Sanitär-Handwerk sieht große Herausforderungen

Tecklenburger Land

Die überarbeitete EU-Verordnung für Trinkwasser beschert dem Sanitär-Handwerk viel Arbeit. Davon geht die Innung aus.

wn

Die neue Trinkwasserverordnung bringt Herausforderungen für Fachleute: Alfred Engeler (Geschäftsstellenleiter der Kreishandwerkerschaft), Hauptgeschäftsführer Hans-Peter Sproten (Fachverband Sanitär-Heizung-Klima NRW), sein Stellvertreter Alfred Jansenberger sowie Obermeister Hans-Joachim Hammer (von links) beim Fachsimpeln. Foto: Kreishandwerkerschaft

Der Verbraucher kann sich beim Schluck aus dem Wasserhahn sicher fühlen: Seit dem 1. November ist eine überarbeitete EU-Verordnung in Kraft, die das wertvolle Trinkwasser noch mehr vor möglichen Verunreinigungen schützen soll. Die Anforderungen an die Grenz- und Richtwerte wurden so festgelegt, dass Trinkwasser unter allen Bedingungen von allen Personen, auch von Säuglingen und Kleinkindern, lebenslang getrunken werden kann, ohne dass eine gesundheitliche Beeinträchtigung zu erwarten ist. Bei der Errichtung, Erweiterung, Änderung und Instandhaltung von Trinkwasserinstallationen, sind die anerkannten Regeln der Technik einzuhalten. Es dürfen nur Werkstoffe, Armaturen, Apparate und Bauteile in die Trinkwasserinstallation eingebaut werden, die den anerkannten Regeln der Technik entsprechen.

Auf großes Interesse stieß deshalb in der jüngsten Versammlung der Innung für Sanitär, Heizung, Klima und Klempnerei Steinfurt ein Vortrag von Hans-Peter Sproten, Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes Sanitär-Heizung-Klima NRW. Die neue Trinkwasserverordnung richtet sich an alle Beteiligten – vom Wasserversorger über den Haustechnikplaner und Installateur bis zum Betreiber.

Obermeister Hans-Joachim Hammer (Emsdetten): „Aus der Trinkwasserverordnung ergeben sich nunmehr Untersuchungspflichten für Unternehmer und sonstige Inhaber einer Wasserversorgungsanlage. In Trinkwasserinstallationen von öffentlichen und gewerblichen Gebäuden (auch Mehrfamilienhäuser) ist eine periodische Probenentnahme und Untersuchung von Trinkwasser gesetzlich vorgeschrieben. Dieser Regelung unterliegen insbesondere auch Vermieter von Wohnungen.“

Eine ergänzende Untersuchungspflicht auf Legionellen gibt es im gewerblichen und öffentlichen Bereich bei Großanlagen zur Trinkwassererwärmung. Als Großanlagen gelten Warmwasserinstallationen mit mehr als 400 Litern Inhalt bei denen die Anlagen, Speicher sowie die Rohrleitungen systematisch zu beproben sind. Die jeweiligen Gesundheitsämter Kontrollen durch.

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