1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. Neue Hoffnung für 300 Karmänner

  6. >

Homepage Thema 2

Neue Hoffnung für 300 Karmänner

Jürgen Stilling

Münster/Osnabrück - 300 Mitarbeiter der Abteilung Technische Entwicklung bei Karmann in Osnabrück haben gute Chancen, ihren Arbeitsplatz langfristig zu behalten. Das wurde gestern aus Branchenkreisen bekannt. Volkswagen und die IG Metall bestätigten gestern gegenüber unserer Zeitung lediglich Verhandlungen des Wolfsburger Konzerns mit dem insolventen Autobauer.

Zu einem bevorstehenden Abschluss der Gespräche verweigerten beide Seiten eine Stellungnahme. VW-Sprecher Christoph Adomat teilte nur mit: „Wir prüfen, die Leistungsfähigkeit der Technischen Entwicklungsabteilung von Karmann nachhaltig zu sichern, dazu gehört eine wirtschaftlich tragfähige Basis sowie die Sicherung zahlreicher Arbeitsplätze.“ Derzeit arbeiten in dieser Abteilung 420 Karmänner.

Unterdessen verhandelt der Insolvenzverwalter Ottmar Hermann nach dem Nein des Kartellamts zu einer Übernahme der Karmann-Dachsparte durch Magna Medieninformationen zufolge mit weiteren Interessenten. Offenbar zählen zu den Bietern der französische Autozulieferer Heuliez, der finnischen Technologie-Konzern Metso, der Finanzinvestor Nordwind Capital und die deutsche Firma Vorwerk Autotec. Ein Sprecher des Insolvenzverwalters wollte diese Namen nicht kommentieren.

Das Kartellamt hatte Magna vor drei Wochen verboten, die Karmann-Dachsparte zu kaufen. Nach Ansicht der Wettbewerbshüter hätte dies zu einer zu starken Konzentration auf dem Markt geführt.

Startseite