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Rot Weiss Ahlen

Neue Kulisse - alter Erfolg?

Franz Prinz

Aachen / Ahlen - Als der heimische Fußball-Zweitligist RW Ahlen am 28. Oktober des vergangenen Jahres zum letzten Mal auf dem Aachener Tivoli antrat, ahnte noch niemand, dass sich die Ahlener mit einer beeindruckenden Leistung von der altehrwürdigen Kampfbahn verabschieden würden: Die damals noch von Christian Wück trainierten Rot-Weißen warteten mit einer taktischen Glanzvorstellung auf und siegten nach Toren von Philipp Heithölter (35. per direkt verwandeltem Freistoß) und Nils-Ole Book (63. nach Vorlage von Lars Toborg) mit 2:0.

„So etwas am Freitag zu wiederholen, wäre natürlich klasse“, wünscht sich Mannschaftskapitän Lars Toborg „nichts sehnlicher als den ersten Sieg“, wenn die Rot-Weißen am morgigen Freitagabend ab 18 Uhr erstmals in der neuen Arena der Aachener - übrigens nur unweit vom Tivoli entfernt - auflaufen.

Christian Hock war übrigens vor einem Jahr mit von der Partie, denn Christian Wück hatte den gesamten Trainerstab der Sporthochschule Köln dabei, als er seine Elf damals auf die Partie einstimmte. Taktische Vorbereitung und Umsetzung waren zu dieser Zeit Schwerpunktthemen im Unterricht, den Wück zusammen mit Hock absolvierte. „Wäre natürlich schön, einen solchen Erfolg zu wiederholen“, sagte Ahlens Trainer nach dem 0:0 am Freitag gegen den SC Paderborn an die Partie in Aachen. „Irgendwann müssen wir ja mal den Bock umstoßen.“

Vielleicht ist die Gelegenheit ja in der Tat günstig, denn die Gelb-Schwarzen offenbarten am vergangenen Spieltag schon einige Probleme, als sie gegen TuS Koblenz eine 0:1-Niederlage hinnehmen mussten. Dabei schienen sie nach den beiden Erfolgen in Augsburg und gegen Hansa Rostock (jeweils mit 1:0) auf dem besten Weg, ihren Aufstiegsambitionen gerecht zu werden. Und es sah auch gut aus, aber ein Problem, das auch die Ahlener gut kennen, machten den Alemannen in Koblenz zu schaffen: „Wir haben einfach nicht genug Durchschlagskraft nach vorne entwickelt, und wer dies in einem Auswärtsspiel nicht tut, braucht sich nicht zu wundern, wenn keine Tore erzielt werden“, ärgerte sich Trainer Michael Krüger.

Dabei hätte die Alemannia bei einem Sieg die Kölner Fortunen in der Ewigen Tabelle der Zweiten Liga überrunden können. So aber rangiert das Team mit insgesamt 26 Spielzeiten und 1375 Punkten nach wie vor noch einen Zähler hinter den Kölnern, die inzwischen weit weg vom bezahlten Fußball sind. „Die Tabelle hat zwar keinen Wert, aber jetzt wollen wir den ersten Platz durch einen Sieg über Ahlen schaffen“, suchten die Aachener Anfang der Woche einen zusätzlichen Motivationsschub für die Partie gegen RW.

Michael Krüger warnt seine Spieler vor den Rot Weißen, fordert vollen Einsatz „und natürlich einen Sieg“. Dies möglichst auch mit einem Treffer von Benjamin Auer, der seit nunmehr über 500 Minuten auf ein Tor wartet.

„Wir sind Favorit und müssen dieser Rolle auch gerecht werden, deshalb werden wir von Anfang an Dampf machen und die Ahlener unter Druck setzen“, lautet die Marschroute des Aachener Trainers Michael Krüger, der vor allem RW-Konter fürchtet.

So wie vor einem Jahr. Damals, zum Abschied vom Tivoli, ging das Rezept der Rot-Weißen auf. Wer weiß, vielleicht gelingt ihnen ja ein ähnlicher Coup nun bei der Premiere in der neuen Arena.

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