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Neue Landeschefin

Frank Polke

Jetzt hat sie es geschafft, wenn auch im zweiten Durchgang. Hannelore Kraft ist neue Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen. Für sie stimmten 90 Abgeordnete, 80 waren gegen sie und elf enthielten sich. Das reicht für die Wahl.

Damit wird die Politikerin, die der SPD angehört, Nachfolgerin von Jürgen Rüttgers, der bei der Landtagswahl im Mai verloren hatte. Der Wechsel ist sehr spannend, da Hannelore Kraft die erste Frau an der Spitze des Landes ist. Aber das liegt nicht nur daran, sondern auch, dass SPD und ihr Partner - das sind die Grünen - nicht über mehr Stimmen verfügen als CDU, FDP und Linkspartei zusammen. Also brauchen sie Partner.

Hannelore Kraft wird also in Zukunft für alle Projekte und Vorhaben verschiedene Partner suchen müssen, die ihr helfen. Die CDU hat aber schon gesagt, dass sie SPD und Grüne nicht helfen werden. Bleiben noch FDP und die Linkspartei. Bei der FDP ist man im Moment noch nicht so weit, eine Koalition von SPD, Grünen und FDP zu bilden.

Bleibt also die Linkspartei. Eigentlich will Hannelore Kraft und auch die Grünen-Chefin Löhrmann nicht mit dieser neuen Partei zusammenarbeiten. Eigentlich. Aber da sie keine Mehrheit haben, werden sie doch einige Mal bei dieser Partei anfragen müssen, ob sie nicht die Stimmen erhalten.

Jetzt kommt es darauf an, wie lange und wie oft Hannelore Kraft Mehrheiten finden kann. Gestern kündigte sie schon mal an, auf alle Parteien zugehen zu wollen. Bemerkenswert auch: In ihren ersten Sätzen dankte sie Jürgen Rüttgers für die von ihm und seiner Regierung geleistete Arbeit.

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