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USC Münster

Neue Libera für den USC

Heiner Gerull

Münster - Die Saisonziele sind ehrgeizig. Jetzt beschäftigt sich der USC damit, personell entsprechende Strukturen zu schaffen, um den hohen Vorgaben gerecht zu werden. Seit gestern ist der heimische Volleyball-Bundesligist in dieser Hinsicht einen Schritt weiter. So präsentierten die „Unabhängigen“ mit Linda Dörendahl ihren zweiten externen Neuzugang. Zugleich gaben sie die Vertragsverlängerung mit Lea Hildebrand bekannt. Die Mannschaftsführerin unterschrieb für weitere drei Jahre. Nicht nur deshalb hatte die 22-Jährige gestern gut lachen. Passend zur Vertragsverlängerung und erfolgreichen Beendigung ihrer beruflichen Ausbildung wurde sie zu einem Lehrgang mit der deutschen Nationalmannschaft eingeladen.

Mit Linda Dörendahl habe der USC, so Axel Büring, die Wunschkandidatin und eine der besten deutschen Libera verpflichtet. Der Neuzugang vom 1. VC Wiesbaden unterzeichnete einen Kontrakt mit einer Laufzeit von einem Jahr plus Option auf Verlängerung. „Ihre Qualitäten im defensiven Bereich sind unumstritten“, sagte der USC-Trainer gestern Mittag bei der offiziellen Präsentation. „Schon in den ersten Gesprächen hat sich herausgestellt, dass die Chemie zwischen uns stimmt. Zudem ist Linda eine starke Persönlichkeit, die als verlängerter Arm des Trainerstabs Führungsaufgaben übernehmen soll“, machte Büring deutlich, was er von der gebürtigen Berliner erwartet.

Dörendahl spielte zuletzt für den 1. VC Wiesbaden. Ihr Vertrag beim deutschen Vizemeister lief eigentlich noch ein Jahr. Doch einigten sich Spielerin und Verein darauf, die Zusammenarbeit vorzeitig zu beenden. „Ich habe mich sportlich nicht wohlgefühlt, es hat einfach nicht gepasst“, sagt die 26-Jährige zu ihren Beweggründen, die hessische Landeshauptstadt nach nur einer Saison zu verlassen.

In der Tat passt dieser Schritt nicht zu ihrer Vita. Denn vor ihrem Engagement spielte Dörendahl sechs Jahre für den Schweriner SC, und auch gestern ließ sie anklingen, dass sie ihren Auftrag beim USC längerfristig ausgerichtet sieht. „Der USC will dort anknüpfen, wo er vor fünf oder sechs Jahren einmal war. Da will ich dabei sein.“

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