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Neujahrsempfang im Bischofshaus

Martina Döbbe

Münster - Das Jahr 2009 - für das Bistum Münster war es „ein bewegtes und bewegendes Jahr“. Ein Jahr, so Dompropst Josef Alfers, in dem - lang und gespannt erwartet - ein neuer Bischof kam. Und ihm galt gestern Morgen große Anerkennung: „Danke, dass wir Sie haben!“ Dompropst Josef Alfers strahlte über das ganze Gesicht, als er sich beim traditionellen Neujahrs-Empfang im Bischofshaus mit diesen Worten an Münsters Bischof Felix wandte. Denn dieser habe in den vergangenen Monaten alle Hoffnungen und Erwartungen wunderbar erfüllt: „Sie haben die geistliche Führung unseres Bistums übernommen. Wir sind tief beeindruckt von Ihrer Art, auf die Menschen, auf Ihre Mitbrüder, ja einfach auf uns alle zuzugehen“, lobte der Dompropst. Und: „Das ganze Domkapitel steht hinter Ihnen.“ An dieser Stelle, so befand Alfers, dürften dann auch mal alle kräftig klatschen...

Die zahlreichen Gäste, die sich zu der morgendlichen Jahres-Auftakt-Runde eingefunden hatten, ließen sich nicht lange bitten und taten dies ausgiebig. Ihnen allen, ihren Familien und den Menschen im gesamten Bistum wünschte der Bischof selbst ein „glückseliges neues Jahr“. Denn Glück allein, das reiche nicht. „Wir alle wissen, dass Glück oft genug zerbrechlich, vergänglich, ja trübe werden kann. Das kann sich sicherlich auch in den nächsten zwölf Monaten immer wieder zeigen“, betonte Felix Genn. Dann sei es wichtig, vom Glauben geprägt, von der inneren Seligkeit des Glaubens getragen zu werden.

Der Bischof - seit nunmehr neun Monaten als Nachfolger von Dr. Reinhard Lettmann im Amt - dankte für die herzliche Aufnahme, die er überall im Bistum gefunden habe. Ganz entgegen mancher vorherigen Warnung, hier werde er in eine Gegend mit lauter Dickköpfen kommen. „Ich spüre, ich bin auf den guten Spuren meines Vorgängers Reinhard unterwegs“, sagte er auch mit Blick auf Reinhard Lettmann, der ebenfalls als Gast gestern Morgen zum Neujahrsempfang gekommen war.

Wünsche für das neue Jahr? Oh ja; auch Dompropst Alfers machte deutlich, dass es da einige gibt. An erster Stelle: „Wir hoffen, dass Rom unsere inständigen Bitten erhört, uns fromme und gute Weihbischöfe zu schicken.“ Nach dem Tod von Josef Voß und der Berufung Franz-Josef Overbecks als Bischof nach Essen vermisse man diese wichtigen Seelenhirten. Dem verstorbenen Weihbischof Voß widmete Josef Alfers tief empfundenen Dank: „Er hat die Mensch gewordene Güte Gottes gelebt.“ Und Franz-Josef Overbeck galten alle guten Wünsche für seine neue Aufgabe: „Wir hoffen, dass er dort glücklich wird. Und das Bistum mit Kraft und Kompetenz führt.“

Und so blieb nur noch eins: Den guten Wünschen für 2010 mit einem guten Schluck Nachdruck zu verleihen. Der Bischof und der Dompropst griffen gern zum Sektglas: „Warum sollen wir Saft trinken, wenn es doch Sekt gibt?“

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