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Ahlener SG

Nicht nur Pommes heiß wie Frittenfett

Cedric Gebhardt

Ahlen - In diesem Jahr hat die ASG vorgebaut und den Pommesstand vom Grillwagen abgekoppelt. Ein kluger Schachzug, denn „die Kinder essen uns die Pommes weg wie die Haare vom Kopf“, sagt Volker Michalczik. „Ab 10 Uhr morgens öffnen wir die Bude und dann läuft die nonstop“, hat der ASG-Jugendwart registriert.

In der Tat liegt in der Nähe des Pommesstands ein permanenter Duft von Frittenfett in der Luft. Auch die Kinder selbst sind am Sonntag heiß wie Frittenfett und sind mit Feuereifer bei der Sache. Bei den Minis geht es vor allem um den Spaß an der Sache. Sie tragen ihre Partien traditionell ohne Wertung aus und sind am Ende alle Sieger. Für jeden gibts eine Medaille und alle sind zufrieden.

Bei der männlichen E-Jugend hingegen geht es bereits um Platzierungen und Punkte. Hier zieht Oespel-Kley an allen anderen Teams vorbei. An der Seitenlinie der Dortmunder steht ein bekanntes Gesicht: Jens Pfänder. Der Cheftrainer der Bundesliga-Sieben steht auch bei der E-Jugend von Oespel auf der Kommandobrücke - allerdings mit deutlich geringerem Adrenalinpegel. „Das sind Anforderungen ganz anderer Art“, lacht Pfänder. Weil seine junge Garde nicht immer auf seine Anweisungen hört, auch gerne mal kreuz und quert läuft, muss Pfänder vor allem eines: reden bis ihm der Mund fusselig ist. Doch der erfahrene Coach ist gewieft, hat seiner Truppe ein Konzept auf den Leib geschneidert: „Wir müssen für unsere Gegner eine angemessene Aufstellung und Spielweise finden.“

Es klappt, schon die erste Partie gewinnt Oespel-Kley haushoch mit 15:1 ausgerechnet gegen die E2-Jugend der ASG. „Wir haben uns ja auch Verstärkung geholt“, frotzelt Pfänder und verweist auf einige noch jüngere Spieler in seinen Reihen. Am Ende steht der Turniersieg für sein Team. Platz zwei geht an die ASG. Bei der weiblichen E-Jugend gelingt die Wiederholung eines solchen Triumphs nicht. Oespel ist gar nicht vertreten. Stattdessen macht hier der ASV Hamm das Rennen.

Die ASG kann sich aber dank eines glatten 12:0-Erfolgs über Schalke über Platz drei freuen. Den Sprung aufs Treppchen schafft bei der weiblichen D-Jugend auch die Eintracht aus Dolberg. Sie unterliegt zwar in einem wegen Punktgleichheit ausgetragenen Siebenmeter-Werfen der D2-Jugend der ASG mit 2:3, kann sich aber dennoch über Platz drei freuen. Die D2 der ASG wird somit Zweiter, die D1 Vierter. Per Siebenmeter-Werfen wird auch über die Sieger bei der männlichen D-Jugend entschieden. Wegen plötzlich einsetzenden Regens wird es auf dem Rasen zu glatt, es besteht Verletzungsgefahr. Deshalb muss das Siebenmeter-Werfen über den Gewinner entscheiden. Hier hat die DJK Oespel-Kley am Ende die besseren Nerven und bezwingt Telgte. Die ASG 2 landet auf dem vierten Platz.

Wieder Sonnenschein herrscht beim Turnier der männlichen C-Jugend. Hier fährt die ASG einen weiteren Doppelsieg ein. Die erste Mannschaft wird ungeschlagen Erster, die Zweite Zweiter. Lediglich die dritte Garnitur landet etwas abgeschlagen auf Rang sechs. Nicht ganz so überzeugen kann die weibliche C-Jugend der ASG. Hier reicht es nur für die Platz vier für die zweite und Platz fünf für die erste Vertretung.

Dann ist Sense. Die ASG hat den Marathon, den sie sich selbst und liebend gern auferlegt hat, mit Bravour bewältigt. Handball pur zwei Tage lang. Auf ein Rahmenprogramm kann man dabei getrost verzichten. „Wir haben die Hüpfburg, alles andere wird nicht gebraucht. Die Kinder und Jugendlichen wollen ohnehin alle nur das Eine“, weiß Volker Michalczik. Handball spielen. Handball spielen. Handball spielen. Und Pommes essen.

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