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Rot Weiss Ahlen

Nicht zur Nachahmung empfohlen

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Ahlen/Essen. Viel kam Christian Wück nach dem Abpfiff nicht über die Lippen. Ehe er entnervt in die Kabine abdampfte, erklärte RW Ahlens Cheftrainer schmallippig: „Das war ein hervorragendes Beispiel dafür, wie man es nicht macht.“ Das war auch schon alles. Ein knappes Fazit, das der vorherigen 90-minütigen Darbietung jedoch im vollem Umfang entsprach. Denn sowohl Rot-Weiß Ahlen als auch Rot-Weiß Essen boten eine farblose Partie, in der sich die Hausherren aus Essen leichte Vorteile erspielten. Diese wurden nach einer guten Viertelstunde auch zum ersten und einzigen Mal in Zählbares umgesetzt, als Robert Mainka die 1:0-Führung (16.) für RWE kreierte. In der Folge erarbeiteten sich die Ahlener lediglich zwei Torchancen, die sie auf beide Hälften wohl dosiert verteilten. So setzte sich im ersten Abschnitt Martin Stahlberg auf der linken Seite durch, um die anschließende Flanke genau in den Armen von RWE-Keeper André Maczkowiak unterzubringen. Die zweite Ausgleichsmöglichkeit ereignete sich in der 79. Minute, als Marinko Miletic nach einem Eckball von Philipp Heithölter einen Kopfball neben das Gehäuse der Platzherren setzte. Ansonsten blieb vor allem viel Leere und gähnende Langeweile der 1.538 Zuschauer. Die favorisierten Ahlener fanden kein probates Mittel den Essern gefährlich zu werden. Das änderte sich auch nach der Pause nicht, in der Christian Wück immerhin auf sieben Positionen wechselte. Schließlich blieb aber doch etwas Positives: Kevin Großkreutz lief nach seiner Verletzung erstmals wieder 45 Minuten auf und bekannte: „Ich konnte die erste Halbzeit ohne Probleme spielen. Ich habe die Verletzung nur noch leicht gemerkt. Ich hoffe, dass ich gegen Nürnberg wieder dabei bin und spielen kann.“ Und auch Grover Gibson mochte nicht mit einer Miene Marke Sauertopf herum laufen. Er entgegnete: „Man sollte sich an das letzte Testspiel vor der Rückrunde der letzten Saison erinnern. Damals haben wir 0:3 gegen Sandhausen verloren und der Rest ist bekannt.“ Wäre zu hoffen, dass es diesmal ähnlich formidabel läuft. Weil sich darauf aber niemand verlassen kann, ist es schon verständlich, weshalb Christian Wück wortkarg den schwachen Auftritt der Seinen kommentierte.

RW: Lenz – Maul, Döring (46. di Gregorio), Kittner (46. Miletic), Busch (61. Schaffrath), Bölstler, Gibson (46. Book), Bäumer, Stahlberg (46. Heithölter), Toborg (61. Reus), Großkreutz (46. Müller)

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