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USC Münster

Nichts für Zartbesaitete

Karolin Behrens

Münster - Wer den Nervenkitzel liebt, der war gestern Nachmittag in der Halle Berg Fidel genau richtig. Für Zartbesaitete war der Auftritt der USC-Youngster jedenfalls nichts. Und ihren Trainer Peter Pourie ließen die Mädels am Nachmittag in der Zweitliga-Partie gegen den 1. VC Stralsund, viel gelobter Aufsteiger, im wahrsten Sinne am Spielfeldrand zappeln. Ehe sie den 3:1-Erfolg nach Hause schaukelten. 29:27, 18:25, 25:11 und 25:23 - so die Ergebnisse der vier Sätze, die in etwa widerspiegeln, was auf dem Feld los war.

Dabei stand bereits vor dem Spiel eine spannende Frage im Raum: Wer hat die 2:3-Niederlage des Vortages besser weggesteckt? Stralsund hatte nämlich so am Samstag in Vechta gegen den Vfl Oythe verloren. Die zweite Mannschaft des USC kassierte die Pleite zu Hause gegen Emlichheim (25:22, 15:25, 17:25, 27:25, 3:15). Kraft fürs Ego konnten also beide am Samstag kaum tanken.

Dennoch, der USC begann wesentlich spritziger - im Gegensatz zum Vortagsspiel. Auf „frech und forsch“ folgte allerdings die erste Pleitenserie. Schwächen in der Annahme, im Block und in der Aufgabe - alles, was wenige Minuten zuvor noch bestens funktionierte, war aus heiterem Himmel futsch. Nach hui kam pfui. Zum Glück später auch andersrum. Den ersten Satz retteten die Gastgeberinnen, doch der Wurm in ihrem Spiel zog sich noch bis durch den kompletten zweiten Satz. Sie konnten kaum Druck aufbauen, und Stralsund wusste diese Möglichkeit nur zu gut zu nutzen.

Wie runderneuert gingen Pouries Damen in den dritten Satz, souverän kontrollierten sie die immer müder werdenden Gäste. Um es im vierten Satz noch einmal spannend bis zum letzten Aufschlag zu machen.

„Unnötig“, so lautete Peter Pouries erster Kommentar nach dem Erfolg seiner Mannschaft. Unnötig fand er es, dass seine Mädels den Sack nicht viel früher zugemacht haben. Das Problem gestern wie Samstag: „Es fehlt die Konstanz über einen ganzen Satz das wahre Leistungspotential der Mannschaft zu zeigen.“ Das Zusammenspiel in seinem verjüngten und neu formierten Team klappt nicht immer. Aber wenn, dann hat es der Gegner schwer. Sicher ist, in der zweiten Mannschaft schlummert noch einiges - ein paar geniale Momente kamen gestern zum Vorschein.

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