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Rot Weiss Ahlen

Nichts ist unmöglich

wn

Ahlen. Zum Glück habe man nichts zu verlieren, könne locker aufspielen und deshalb mit der nötigen Ruhe anreisen. „Es ist doch so, dass niemand etwas von uns erwartet.“ Natürlich würde Christian Wück heute Morgen gerne in Bestbesetzung nach Düsseldorf fahren, doch den Cheftrainer von Fußball-Regionalligist Rot-Weiß Ahlen plagen vor dem Spiel in der LTU-Arena (Anstoß ist heute um 14 Uhr) große Sorgen. Ohne Baldo di Gregorio (gesperrt), Deniz Sahin (verletzt), Marinko Miletic (verletzt), Daniel Thioune (verletzt) und vielleicht auch wieder ohne Lars Toborg müssen die Ahlener in der Landeshauptstadt antreten. Keine guten Voraussetzungen für einen zählbaren Erfolg.

„Wenn es gut läuft, kann Lars mitspielen, doch die Entscheidung hierüber wird erst nach einem echten Härtetest am Samstag vor dem Spiel fallen“, war Christian Wück gestern noch skeptisch, seinen Torjäger einsetzen zu können. „Er hat zwar am Donnerstag und Freitag jeweils eine halbe Stunde mittrainiert, aber die letzte Entscheidung fällt erst Samstag.“ Ahlens Cheftrainer und sein Top-Stürmer müssen auch abwägen, ob es das Spiel in Düsseldorf wert ist, dabei zu sein, denn anschließend haben die Rot-Weißen zwei Wochen Pause, in der alle angeschlagenen Akteure – also auch Toborg – ihre Verletzungen so richtig auskurieren können.

Sein Chef bläst indes keineswegs Trübsal – was ihn übrigens wohltuend von vielen seiner Vorgänger unterscheidet. „Was soll ich lamentieren, wir müssen es nehmen, wie es kommt und versuchen, das Beste daraus zu machen.“ Jetzt sei halt die Zeit der jungen Spieler gekommen, einmal zu zeigen, was sie können. Ob Reus, Kraus, Beckmann, Danilo oder Heithölter, sie alle rücken nun in den Vordergrund „und weil sie darauf brennen, eingesetzt zu werden, bin ich auch zuversichtlich, dass unsere Mannschaft in Düsseldorf ein gutes Spiel machen wird“.

Speziell Philipp Heithölter habe er sich in den vergangenen Tagen zur Brust genommen, „um ihm deutlich zu machen, was wir von ihm noch erwarten“. Der lange Zeit verletzte Mittelfeldspieler brennt natürlich darauf, endlich einmal von Beginn an aufzulaufen, erfüllt aber nicht alle von Wück gewünschten Anforderungen. „Was fehlt, habe ich ihm gesagt, jetzt liegt es an ihm, die richtigen Akzente zu setzen.“

Entschieden hat sich Wück auch noch nicht, wer heute anstelle von Baldo die Gregorio in die Innenverteidigung rücken wird. „Vielleicht Wiemann, vielleicht aber auch Schaffrath.“ Wenn es ganz schlecht läuft, müssen vielleicht sogar beide auf dem für sie ungewohnten Posten eingesetzt werden, denn Ole Kittner musste am Donnerstag die Trainingsteilnahme wegen der Einnahme von Antibiotika absagen, und auch Grover Gibson ist angeschlagen (Knie). Also denkbar ungünstige Voraussetzungen für den heimischen Regionalligisten. Vielleicht aber sorgt die Elf gerade deshalb für eine Überraschung. „Ich will es nicht für unmöglich halten“, glaubt auch Wück an sein Team.

Die voraussichtliche Aufstellung: Lenz – Brinker, Wiemann, Kittner, Schaffrath – Gibson (?) – Busch, Bäumer – Großkreutz, Toborg (?), Stahlberg

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