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Deutsches Team

Nichts ist unmöglich

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Der Trainer hat ein ruhiges Gewissen, die Vorbereitungen sind bestens gelaufen, das Verletzungspech ist abgehakt, die Spieler sind gut drauf – kurzum die deutsche Nationalmannschaft fühlt sich gewappnet für das Turnier. Die Jagd nach dem vierten (WM-)Stern kann beginnen, die Deutschen haben ihr Ziel in diesem Jahr erneut besonders optimistisch formuliert. Einen Grund für falsche Bescheidenheit sieht Joachim Löw auch gar nicht. Der Bundestrainer ist fest davon überzeugt, mit seiner Truppe jedem Gegner Paroli bieten zu können. Neben den typisch-deutschen Tugenden wie Kampf, Einsatz und Leidenschaft ist er froh, auch auf spielerische Qualität verweisen zu können. Die Spieler dazu hat er im Kader, so sagt er. Es bleibt abzuwarten, ob er ihnen auch eine Chance gibt. Natürlich gibt es warnende Stimmen, die auf den unerfahrenen Manuel Neuer im Tor verweisen, einem Holger Badstuber und einem Sami Khedira noch keine Stabilität in der Defensive bescheinigen und ein großes Fragezeichen hinter die Torgefährlichkeit von Miroslav Klose setzen. Aber es gibt auch die Optimisten, die alles sehr viel rosiger sehen. Vor dem ersten Auftritt ist das nicht mehr als Kaffeesatz-Leserei. Der Eindruck vor Ort ist positiv, die Spieler tragen ihren Optimismus nicht zur Schau, sie haben ihn verinnerlicht. Das ist auch gut so, denn eine erfolgreiche WM-Mission kann nur mit breiter Brust gelingen. Unterschätzen werden die Deutschen niemandem. Aber bei allem Respekt: Australien, Serbien und Ghana dürfen in der Vorrunde keine Stolpersteine darstellen. Und nach der Papierform müsste auch im Achtelfinale noch nichts anbrennen. Danach wird es schwer, das ist allen klar. Aber unmöglich ist auch nichts. Schon gar nicht bei einer Turniermannschaft wie Deutschland.

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