1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. Nichts „LOS“ bei RW Ahlen

  6. >

Rot Weiss Ahlen

Nichts „LOS“ bei RW Ahlen

André Fischer

Ahlen - Sonntag, 13. Juni, 15 Uhr: Arie van Lent, neuer Trainer des Fußball-Drittligisten RW Ahlen, bittet seine Jungs zur ersten Einheit nach der kurzen Sommerpause. Nicht nur das Team hat ein völlig neues, jugendliches Gesicht bekommen, nein, auch das Outfit feiert in Ahlen Premiere. Nachdem mit „JAKO“ nicht verlängert wurde, wollen die Rot-Weißen mit dem eher unbekannten Ausrüster „LOS“ (Label of Sportswear) in die kommende Spielzeit gehen. Wenn schon ein Neuanfang gemacht wird, dann ein richtiger.

Schön und gut. Problematisch wird es nur, wenn der Partner die Vereinbarungen plötzlich nicht mehr erfüllen kann. Diese Erfahrung mussten die Rot-Weißen jetzt machen. „Ja, wir haben den Vertrag mit Ahlen aufgelöst. Wir werden in Zukunft nicht mehr im Fußball tätig sein“, äußerte sich Manuel Canton Gomez, Geschäftsführer von „LOS“, am Dienstag gegenüber der „AZ“ zu diesem „firmenstrategischen“ Schritt. Stellt sich die Frage: Müssen die Jungs nun am Sonntag ihre Trainingsklamotten von zu Hause mitbringen? „Nein“, beruhigt Gomez, „da RW leider abgestiegen ist und die Dritte Liga so früh beginnt, haben wir vorproduziert. Wir werden einen Satz Trainings-Sachen liefern, damit die Spieler einheitlich gekleidet sind“. Ein Versprechen? Abwarten, ob die Ware wirklich geliefert wird. Wenn überhaupt dürfte es die erste und letzte von dem in Dortmund ansässigen Unternehmen sein. Bereits vor Monaten gab es Gerüchte, „LOS“ hätte finanzielle Probleme.

RW-Geschäftsstellenleiter Carlos Vogel reagierte etwas überrascht auf die Äußerung von Gomez, dass der Kontrakt bereits aufgelöst sei: „Juristisch ist noch nichts aufgehoben“, so Vogel, der schleunigst einen neuen Ausrüster auftreiben muss. Erste Gespräche habe es bereits gegeben. „JAKO“ soll nach Informationen unserer Zeitung die Wunschlösung sein. Ob der Teambekleider mit Sitz in Hollenbach aufgrund der Kündigung im September 2009 und des gleichzeitigen Wechsels der Rot-Weißen zu „LOS“ das Vorhaben mal eben abnickt, wird sich noch in dieser Woche zeigen.

Startseite