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Nienberge schon angekommen

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Münster. Uwe Gatz, Trainer von Westfalia Hopsten, wirkte nach dem Abpfiff leicht heiser. Gute 90 Minuten musste er seine Mannschaft lautstark von der Seitenlinie dirigieren, weil es auf dem Platz viele Probleme zu lösen gab. „Die erste Halbzeit haben wir schlichtweg verschenkt“, ärgerte sich Gatz nach dem 2:2-Remis beim erfreulich spielstarken Aufsteiger.

Gehörigen Anteil daran, dass beim aufmerksamen Beobachter dieser Eindruck entstehen konnte, hatten die Gastgeber aus Nienberge. Nach fünfjähriger Bezirksliga-Abstinenz spielten diese mit dem Gegner im ersten Durchgang regelrecht Katz und Maus. SC-Trainer Achim Leisgang, der in seiner ersten Saison bei Nienberge ist, hatte vor der Saison auf eine Vierer-Abwehrkette umgestellt. Diese funktionierte nicht nur in der Defensive einwandfrei, sondern arbeitete auch effektiv am Spielaufbau mit. Knifflige Situationen wurden spielerisch gelöst, um anschließend mit sehenswertem Kurzpassspiel den nächsten Angriff einzuleiten. Logische Konsequenz dieser Überlegenheit war das 1:0 durch Nico Hergemöller, der die Räume in der gegnerischen Abwehr nutzte, und aus zehn Metern halbhoch einschoss. Nienberge gewann mehr und mehr an Selbstvertrauen und erhöhte nur wenige Minuten nach der Führung erneut durch Hergemöller auf 2:0.

„Das Spiel war in der ersten Halbzeit zu einfach für uns“, befand Leisgang nach dem Abpfiff. „Die haben uns den Platz gelassen unser Spiel zu machen.“ Und genau diesen Platz bekamen die Hausherren in Durchgang Zwei nicht mehr. Hopsten rückte näher an den Mann und versuchte die Räume enger zu machen. Nienberge gelang es dadurch nicht mehr zu einem kontrollierten Spielaufbau zu kommen. Sieben Minuten waren es am Ende, die Hopsten dann doch noch genügten, um zunächst den Anschlusstreffer (81.) und dann per Strafstoß (88.) den Ausgleich zu erzielen. Matthias Hergebäumer sah hier rot.

„Ein Dreier zum Auftakt wäre natürlich toll gewesen“, haderte Leisgang mit dem Remis. „Nach dem Spiel bin ich aber zuversichtlich, dass wir unsere Punkte in der Bezirksliga machen werden.“

Nienberge: Leusing – Rolwes, Rönnebäumer, Krane, Kleyboldt – Klumpe (74. Schäfers), Hergemöller, Blasczyk – Nor (62. Darkwa), Kacer (78. Ottmann), Moradkhani.

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