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Schützenfeste in Dülmen

Nieströter zielen auf Weißkopfseeadler 

Hans Ramberg

Dülmen. "Die Schützen scharren mit den Hufen", sagt Norbert Bienhüls, Vorsitzender des Nieströter Schützenvereins. Er sitzt im Garten des Offiziers Udo Wegmann an der Overbergstraße zusammen mit Andreas Hoffschwelle, Schriftführer Wilfried König, Udo Wegmann und Sven Wegmann. Mit von der Partie ist an diesem Nachmittag auch noch Jörg Czipull, Zugführer der Jungschützinnen.

Die Nieströter hören im Garten an diesem Nachmittag aus der Ferne Marschmusik. Die Bürgerschützen sind auf dem Weg in den Wildpark, um an der Vogelstange einen neuen Schützenkönig zu ermitteln. Das haben die Nieströter noch vor sich, denn sie feiern am kommenden Wochenende. Start für das Nieströter Schützenfest ist allerdings schon am heutigen Mittwoch mit dem Abholen der Gewehre.

Auf dem Rasen im Garten liegt das Ziel der Nieströter Schützen: Ein mächtiger Holzvogel, gebaut von Andreas Hoffschwelle. Der Zimmermann ist seit 2000 Mitglied der Pluggendorfer Schützen und hat in diesem Jahr den Vogel für die Nieströter gebaut. Von 1997 bis 2007 war dafür Peter Zatink zuständig, der am 1. Mai diesen Jahres tödlich verunglückte.

Bei dem Ziel der Schützen am kommenden Sonntag handelt es sich um einen acht Kilogramm schweren Weißkopfseeadler aus Fichte/Tanne. "Den haben wir noch nie gehabt", sagt Norbert Bienhüls. Etwa 20 bis 25 Stunden benötigte Andreas Hoffschwelle für den Bau des Vogels inclusive Anstrich. Wie er ihn gebaut hat? Das sei sein Geheimnis, sagt der junge Vogelbauer.

In diesem Jahr verstärken zwei neue Offiziere die Nieströter. Daniel Kappe und Sven Wegmann sind schon zu Fähnrichen befördert worden. Sie wurden vom Offizierkorps der Nieströter gewählt. Sven Wegmann wird Adjutant bei den Jungschützinnen und Daniel Kappe geht demnächst mit den Hellebarden beim Schützenfest. Insgesamt hat der Nieströter Schützenverein 25 aktive Offiziere, angeführt von General Rolf Braun.

Beim Frühschoppen am kommenden Montag im Festzelt im Wildpark des Herzogs von Croy lassen die Schützen wieder ihre Hüte durch die Reihen gehen und sammeln für einen guten Zweck. Empfänger ist in diesem Jahr die Hospizbewegung, für die nicht nur beim Frühschoppen, sondern auch beim Damenkaffee am kommenden Freitag gesammelt wird. Außerdem ist die Kollekte am Samstag in St. Viktor für die Bewegung gedacht.

Die II. Kompanie der Nieströter feiert in diesem Jahr 25-jähriges Bestehen und so werden am Sonntag im Zelt Kerzen für die Aktion "Dülmener für St. Viktor" verkauft. "Diese Aktion wollen wir unterstützen", so Schützenchef Norbert Bienhüls, während die Marschmusik in der Ferne immer leiser wird.

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