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Tecklenburger Land

Nimmt der VfL die Kurve?

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-hp- Osnabrück. Noch sieben Spiele, noch vier Wochen – dann ist die Saison in der 2. Fußball-Bundesliga gelaufen. Spätestens Freitagabend (18 Uhr) beginnt mit dem Spiel gegen die TuS Koblenz für den VfL Osnabrück jene Phase, in der der Druck auf Spieler und Verantwortliche wächst. Eine Phase, in der nicht allein fußballerische Qualitäten, sondern mentale Stärke und Fitness den Ausschlag geben.

Trainer Claus-Dieter Wollitz erwartet von seinen Spielern, dass sie sich über Training und Spiel hinaus mit der Situation beschäftigen. „Das beginnt bei den Grundlagen: Noch mehr auf die Ernährung achten, keine Genussmittel, viel Schlaf“, sagt der Coach, „und vor allem die geistige Vorbereitung, auf das, was kommt.“

Es kommt mit der TuS Koblenz ein Gegner, der mit cleveren, spielstarken Profis besetzt ist, die recht entspannt auf die Zielgerade der Saison einbiegen. Trainer Uwe Rapolder will sich nicht mehr mit den viel zitierten 40 Punkten zufrieden geben und erwartet von seinem Team einen energischen Schlussspurt.

Wie Wollitz das Personalproblem in der Innenverteidigung nach den Ausfällen von Thomas Cichon und Marcel Schuon lösen wird, ist noch nicht klar. Viel spricht für Dominique Ndjeng, der beim Hinspiel in Koblenz ein vielbeachtetes Comeback in der ersten Elf gab und auch beim Rückrundenauftakt in Freiburg in guter Verfassung war, dann aber durch einen Muskelfasserriss seinen Platz an Jan Schanda verlor.

Wollitz erwartet von seiner Mannschaft, dass sie den Faden aus dem Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern wieder aufgreift. Die Enttäuschung über die mit einem leblosen Auftritt in Aachen vertane Chance sitzt tief bei dem Trainer. Zwar hat seine Mannschaft schon einige Male in dieser Saison nach enttäuschenden Auftritten die Kurve zu Konzentration und Leidenschaft genommen, doch ein Automatismus ist daraus wahrlich nicht abzuleiten.

„Wir müssen wie gegen Kaiserslautern unsere Balance finden, jeder Einzelne und als Mannschaft“, sagt Wollitz, der gestern Abend – wie vor dem Lautern-Spiel – das Abschlusstraining im Stadion absolvierte. Vor allem, um dem schlechten Trainingsplatz auf der Illoshöhe aus dem Weg zu gehen. Aber auch, um die Spieler an die Baustelle Bremer Brücke zu gewöhnen: Erstmals findet heute ein Spiel ohne die vertraute Nordtribüne statt.

Unsere Prognose: Ein hartes, enges Match mit hohem Spannungsfaktor und einem 1:1-Endstand.

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