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Politik Inland

Norbert Röttgen erzielt das beste Ergebnis

unserem Korrespondenten Franz L. Averdunk

Karlsruhe - Gerade noch in den Neunzigern: Angela Merkel strahlte sichtlich erleichtert, als ihr Wiederwahlergebnis von 90,4 Prozent kundgetan wurde: Zwar weniger als vor zwei Jahren (94,8), aber nach dem verstolperten ersten schwarz-gelben Jahr doch noch respektabel, ist von den Delegierten zu hören.

Weiter mit Merkel, dafür eine fast neue Stellvertreter-Riege: Erstmals dabei der neue nordrhein-westfälische Landesvorsitzende Norbert Röttgen, der mit 88,2 Prozent mit Abstand das beste Ergebnis erzielt. Der Umweltminister hatte zuvor gewarnt, „auf Kredit unserer Kinder zu leben“. Neuer Vizechef ist auch Hessen Ministerpräsident Volker Bouffier (85,12 Prozent), das konservative Gesicht an der Parteispitze. Familien dürften „nicht als Reste einer alten Zeit wahrgenommen werden“, mahnte er. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (85,12 Prozent) befand, die CDU müsse den Bürgern als die Partei gelten, „die Antworten für die Zukunft findet. Eine langjährige Vize bleibt mit mageren 66,17 Prozent im Amt: Bildungsministerin Annette Schavan. Ihr Anliegen: „Tradition und Modernität verbinden“.

Platz gemacht hatten der zum Bundespräsident aufgestiegene Christian Wulff und die Ex-Ministerpräsidenten Roland Koch und Jürgen Rüttgers, von denen sich Merkel erbat: „Bleibt uns gewogen, gebt uns Rat.“ Wobei ihr Kochs Rat früher eher weniger gefallen hat: „Kritisch beäugt“ hätten sie sich, seien „am Anfang nicht immer einer Meinung“ gewesen.

Seinen Platz im Präsidium behielt Finanzminister Wolfgang Schäuble: 85,64 Prozent trotz der Turbulenzen der letzten Wochen. Vor zwei Jahren war es fast ebenso viel. Mit großem Beifall hatten die Delegierten seine Bitte um Vertrauen quittiert: „Ich bin bereit, meinen Dienst weiter zu leisten, so gut ich es kann.“ Als Präsidiumsmitglied wurde auch NRW-Oppositionsführer Karl-Josef Laumann bestätigt (76,53 Prozent).

Die Delegierten nickten die Personalie Hermann Gröhe ab. Er fungiert bereits seit einem Jahr als Generalsekretär. Neuer Schatzmeister wurde der frühere NRW-Finanzminister Helmut Linssen.

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