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Nordkorea feuert Raketen ab - UN-Sicherheitsrat verurteilt Nordkorea

wn

Seoul - Nach seinem weltweit verurteilten Atomtest hat Nordkoreas Militär am Dienstag südkoreanischen Medienberichten zufolge zwei weitere Raketen von kurzer Reichweite abgefeuert. Die Starts seien an der Ostküste erfolgt, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf einen Regierungsbeamten in Seoul. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

Nordkorea hatte laut Yonhap bereits am Montag nach dem unterirdischen Nukleartest drei Raketen mit Reichweiten von vermutlich 130 Kilometern von der Ostküste aus gestartet. Auch bereite das Land möglicherweise weitere Raketentests an der Westküste des Landes vor.

US-Präsident Barack Obama hat nach dem Atomtest Nordkoreas den Regierungschefs der Nachbarstaaten des kommunistischen Landes, Japan und Südkorea, die Unterstützung der USA zugesichert. Südkoreas Präsident Lee Myung Bak, Japans Ministerpräsident Taro Aso und Obama wollten sich gemeinsam für eine starke Resolution der Vereinten Nationen einsetzen, teilte das Weiße Haus am Montagabend (Ortszeit) mit. Alle drei Politiker seien sich einig, dass der Atomtest eine „klare Verletzung internationalen Rechts“ gewesen sei. Obama wolle sich weiterhin eng mit Südkorea und China, aber auch mit Russland und China in der Korea-Frage abstimmen, sagte er in dem Gespräch mit Aso.

Der Weltsicherheitsrat hat den Atomwaffentest Nordkoreas verurteilt. Die Regierung in Pjöngjang habe damit eindeutig Resolutionen des UN-Gremiums verletzt, hieß es am Montag in New York.

Russland hat nach dem Atomtest und den Raketenstarts in Nordkorea vor einer Isolation und Blockade des kommunistischen Landes gewarnt. „Die Tür für Verhandlungen sollte immer geöffnet bleiben“, sagte ein Sprecher des russischen Außenministeriums nach Angaben der Agentur Interfax am Dienstag in Moskau. Gleichzeitig kündigte der Diplomat an, dass Russland eine „neue scharfe Resolution“ gegen Nordkorea im Weltsicherheitsrat mittragen werde. „Die Reaktion muss ausreichend ernst ausfallen, weil es um die Autorität des Sicherheitsrates geht“, betonte der Sprecher. Russland hat derzeit den Vorsitz in dem höchsten UN-Gremium.

Die 15 Ratsmitglieder hatten am Montagabend die Tests in Nordkorea einstimmig verurteilt. Der Außenamtssprecher in Moskau wies darauf hin, dass Nordkoreas Sicherheitsbedürfnis bei möglichen Verhandlungen ernst genommen werden müsse. Pjöngjang fühle sich umzingelt und von allen Seiten bedroht.

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