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NRW-CDU: Ein „Dreigestirn“ und jede Menge Gerüchte

Frank Polke

Düsseldorf/Münster - Die Spitze der nordrhein-westfälischen CDU ringt derzeit um eine neue Führungsstruktur. Dabei sind verschiedene Modelle denkbar. Eine Übersicht.

Variante 1: Als Nachfolger für Parteichef Jürgen Rüttgers setzt sich der derzeitige Generalsekretär Andreas Krautscheid durch. Der 49-Jährige gilt als programmatischer Erneuerer, der in vielen Ämtern bewiesen hat, dass er Politik auch gestalten kann. Um den Vorsitz der CDU-Fraktion im Landtag treten Karl-Josef Laumann und Armin Laschet in einer Kampfkandidatur gegeneinander an. Nach Berichten von Montag konnten sich beide nicht auf eine einvernehmliche Lösung und eine Ämterteilung einigen, die Entscheidung dürfte Anfang Juli fallen.

Variante 2: Im Parteivorstand wurde in den letzten Tagen gezielt das Gerücht gestreut, Laumann könne von Jürgen Rüttgers das Amt des stellvertretenden CDU-Bundesvorsitzenden übernehmen. Dafür könne Laschet dann Fraktionschef werden. Parteikenner allerdings haben Zweifel daran, dass sich Laumann mit dem eher unbedeutenden Amt eines stellvertretenden Parteivorsitzenden der Bundes-CDU zufriedengeben würde. Er kann und will mehr.

Variante 3: Um den Posten des CDU-Landeschefs (und Spitzenkandidaten) könnte sich Norbert Röttgen bewerben. Der Bundes-Umweltminister gilt als brillanter Kopf, der sowohl gute Kontakte zur Wirtschaft als auch zu den Grünen pflegt. Röttgen könnte den Einfluss von Angela Merkel auf die NRW-CDU vergrößern. Doch genau darin liegt sein Problem: Das Verhältnis zwischen Landes- und Bundes-CDU ist belastet. Einen Zugriff der „Berliner“ auf die NRW-CDU lehnen viele in der Landes-CDU ab. Zudem müssten sich Krautscheid und Röttgen, die beide aus dem Rhein-Sieg-Kreis stammen, die Macht teilen.

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