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NRW-Kommunen haben mehr als 50 Milliarden Euro Schulden

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Düsseldorf - Die Schulden der Kommunen in Nordrhein-Westfalen sind Ende vergangenen Jahres auf 50,3 Milliarden Euro geklettert. Das sind 1,8 Prozent mehr als zwölf Monate zuvor, berichtete das Landesamt für Statistik am Freitag in Düsseldorf. Auf jeden Bürger entfielen damit rein rechnerisch 2797 Euro Schulden.

Die höchsten kommunalen Schulden belasten die Einwohner von Oberhausen. Jeder Oberhausener hat 7134 Euro zu tragen. Die zweithöchste Pro-Kopf-Verschuldung weist Siegburg (Rhein-Sieg-Kreis) mit 6454 Euro auf. In Duisburg hat jeder Bürger 6147 Euro kommunale Schulden.

Schuldenfrei sind acht Städte und Gemeinden in Nordrhein- Westfalen: Issum (Kreis Kleve), Langenfeld (Kreis Mettmann), Niederzier (Kreis Düren), Olfen, Raesfeld (beide Kreis Coesfeld), Reken (Kreis Borken) und Roetgen (Kreis Aachen).

Die Landeshauptstadt Düsseldorf, die sich 2007 als schuldenfrei gefeiert hatte, ist laut Landesamt zum Ende vergangenen Jahres noch mit 196 Millionen Euro verschuldet gewesen. „Dabei handelt es sich um Kredite, die zurückzuzahlen einfach unwirtschaftlich wäre“, sagte ein Mitarbeiter des Stadtkämmerers. Bei diesen Krediten sei der Zins unter dem aktuellen Marktniveau. „Unsere liquiden Mittel übersteigen diese Schulden deutlich.“

Die Kommunen konnten 2008 zwar ihre langfristige Verschuldung in den Kernhaushalten um 3,8 Prozent auf 22,6 Milliarden Euro verringern. Ihre kurzfristigen Kassenkredite stiegen aber um 6,9 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro. Auch die Verschuldung der aus den Haushalten ausgelagerten kommunalen Gesellschaften stieg.

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