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NRW-Leuchttürme der Kultur: Projekte sollen Europa beeindrucken

Johannes Loy

Münster/Düsseldorf. Die Zeit rennt. Schon in elf Monaten müssen Essen und das Ruhrgebiet zeigen, dass sie als Europäische Kulturhauptstadt 2010 würdig sind, das große Bundesland Nordrhein-Westfalen und auch ganz Deutschland im großen Kulturkonzert des Kontinents zu vertreten.

Die Landesregierung unter Ministerpräsident Jürgen Rüttgers wird in diesem Kontext nicht müde, auf die kulturellen Errungenschaften des Landes hinzuweisen und den Finger auf jene Leuchttürme zu richten, die ihr Licht weit ins Land strahlen: „Die Landesregierung hat seit ihrem Amtsantritt die Ausgaben für Kultur erheblich gesteigert. Einen der Schwerpunkte bilden die für neue Kulturbauten. Wir haben uns dazu entschlossen, weil die Begegnung mit Kultur dazu beiträgt, Kreativität zu fördern und weil die einzigartigen Bestände, Kunstsammlungen und Archivmaterialien, die in Nordrhein-Westfalen zu Hause sind, es verdienen, angemessen präsentiert zu werden.“

Rüttgers weiter: „Architektonisch überzeugende, technisch anspruchsvolle und repräsentative Bauten signalisieren auch nach außen, welchen hohen Stellenwert wir der Kultur in Nordrhein-Westfalen beimessen.“

Rund 130 Millionen Euro gibt das Land in den kommenden Jahren für repräsentative Kulturbauten aus. An der Spitze der Förderrangliste liegt dabei ein Gebäude, das jeder wackere Westfale und Biertrinker kennt, der sogenannte „U-Turm“ in Dortmund. Aus dem früheren Gebäude der Dortmunder Union-Brauerei wird sukzessive ein Zentrum für Kunst und Kreativität. Das Land gibt hier bei 46,3 Millionen Gesamtkosten 32,1 Millionen Euro hinzu

Bleiben wir noch ein wenig in Westfalen. Für die Westfalenmetropole Münster wird das bis 2012 rundum erneuerte Westfälische Landesmuseum einen städtebaulichen Akzent setzen. Das Flaggschiff des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und Zentrum der westfälischen Kunst und Kulturgeschichte wird bis 2012 für rund rund 38,7 Millionen Euro (reine Baukosten) umgebaut, das Land ist mit rund neun Millionen Euro dabei.

Ein weiterer Leuchtturm der westfälischen Kulturlandschaft ist das Klostermuseum Dalheim bei Paderborn, das in weiteren Bauabschnitten saniert und ausgebaut wird. Gesamtkosten von 36,4 Millionen Euro stehen hier Landeszuschüsse von 21,1 Millionen Euro gegenüber.

Natürlich lohnt sich auch ein Blick ins Rheinland, und es ist das Bemühen der Landesregierung erkennbar, beide Landesteile von altem Konkurrenz- oder Neiddenken zu befreien. Mit dem Umbau eines alten Getreidespeichers in Duisburg zum neuen Landesarchiv Nordrhein-Westfalen setzt das Land ebenso kulturell-architektonische Akzente wie mit der Förderung der Erweiterung der Kunstsammlung NRW in Düsseldorf.

Keine Frage: Wenn Europa und die Welt 2010 die Kulturhauptstadt Essen besuchen, dann werden sie dort und in der Umgebung zahlreiche kulturelle Leuchttürme in Planung, im Bau oder schon in neuem Glanz erleben.

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