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Nur noch knapp 4000 junge Menschen im Münsterland arbeitslos

Jürgen Stilling

Münster/Nürnberg - Junge Menschen profitieren im Münsterland am stärksten vom schnellen Aufschwung am Arbeitsmarkt. Während im September noch knapp 4700 Jugendliche arbeitslos gemeldet waren, berichtete die Bundesagentur für Arbeit gestern für Oktober von nur knapp 4000 unter 25-Jährigen in der regionalen Erwerbslosenstatistik.

Insgesamt profitiert das Münsterland als Region mit der besten Beschäftigungslage innerhalb Nordrhein-Westfalens besonders von der Herbstbelebung. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Oktober 2009 von 5,4 auf 4,8 Prozent.

Gleichzeitig reduzierte sich allerdings auch die Zahl der bei den Arbeitsagenturen gemeldeten offenen Stellen. Sie sank seit September von 3836 auf 3520, lag aber noch um 879 Arbeitsplätze über dem Oktober-Wert des Vorjahres.

Bundesweit waren im Oktober 2,945 Millionen ohne Job - 86 000 weniger als vor einem Monat und 283 000 weniger als vor einem Jahr. Damit ist nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, der niedrigste Oktober-Wert seit dem Jahr 1992 erreicht worden.

Gewachsen ist die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in allen Bundesländern. Die Wirtschaftszweige mit dem stärksten Beschäftigungszuwachs sind der Dienstleistungssektor, die Zeitarbeit und der Bau.

Auch bundesweit sank die Zahl der unter 25-Jährigen Erwerbslosen am stärksten. Sie nahm im Vergleich zum Vormonat um über 40 000 auf 277 000 ab. Damit sei der niedrigste Stand seit 20 Jahren erreicht, teilte Raimund Becker, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, mit.

Weise betonte, dass er davon ausgehe, dass die Erholung am Arbeitsmarkt kein Strohfeuer sei, sondern anhalte. Gleichwohl warnte er erneut vor Euphorie. Von Vollbeschäftigung sei Deutschland noch weit entfernt. „2020 könnte ein ausgeglichener Arbeitsmarkt entstehen, bei einer Quote von drei, vier Prozent“, gab sich Weise dennoch optimistisch.

Die Kurzarbeit verliert weiter an Bedeutung. Nach vorläufigen Daten des Bundesagentur wurde im August an 173 000 Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Das waren 97 000 weniger als im Vormonat und 849 000 weniger als vor einem Jahr. Damit erreichen die Kurzarbeiterzahlen im August 2010 nur rund ein Zehntel des Höhepunkts der Inanspruchnahme im Mai 2009.

Gestiegen ist die Zahl der gemeldeten offenen Arbeitsstellen. Sie habe sich im Oktober saisonbereinigt um 11 000 erhöht, hieß es. Nicht saisonbereinigt belaufe sich der Bestand im Oktober auf 401 000 Stellen. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Anstieg um rund 103 000. Von den gemeldeten Arbeitsstellen waren 88 Prozent unverzüglich zu besetzen.

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