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Ahlener SG

Oberliga rückt näher

André Fischer

Ahlen/Edewecht - Die Oberliga rückt näher. Harmlos, lustlos und wie ein Haufen voller Egoisten präsentierten sich die Drittliga-Handballer der Ahlener SG am Samstag beim Gastspiel in Edewecht. Schon zur Pause war alles gelaufen, alles verloren (14:21). Am Ende gab es eine auch in der Höhe verdiente 29:42-Niederlage. „Das war nichts, rein gar nichts!“ Spielertrainer Sascha Bertow war restlos bedient, wusch seinen Jungs schon nach den ersten 30 Minuten mächtig den Kopf, so dass die Kabine wackelte. Ohne Erfolg. Die Gäste fanden auch im zweiten Durchgang zu keiner Phase ins Spiel, agierten völlig ohne Konzept und Teamgedanken. Jeder schien irgendwie sein eigenes Süppchen zu kochen, wie Pressesprecher Sven Sandbothe betonte. Kein Wunder, dass die ASG nach diesem wenig inspirierenden Auftreten auf den letzten Rang abrutschte und die „Rote Laterne“ übernommen hat - wahrscheinlich für eine lange Zeit. Lediglich zwölf Minuten waren die Ahlener am Samstag im Spiel (7:7), ehe das Unheil seinen Lauf nahm. Zehn ganze Minuten gab es in der Folge nicht einen Treffer - der VfL zog auf 14:7 davon. Erst Christoph Wischniewski beendete mit seinem Tor zum zwischenzeitlichen 8:14 das Elend. Zwar musste Coach Bertow mit Thorsten Szymanski (Muskelfaserriss), Kevin Wiegers (Sehnenabriss im rechten Ellenbogen) und Sebastian Paul (mit dem ASV Hamm-Westfalen in Emsdetten am Ball) drei wichtige Stützen ersetzen, aber es wäre in der Tat zu einfach, diese Niederlage daran festzumachen. Mit Peter Ellebracht und Maximilian Doller standen immerhin zwei zuletzt verhinderte Stammkräfte wieder zur Verfügung. Wenn ein Team aber jegliche Einstellung vermissen und sich mehr oder weniger freiwillig und ohne Gegenwehr abwerfen lässt, darf es sich nicht wundern, wenn unterm Strich ein Debakel steht. Das eigentliche Übel begann ja schon in der Vorbereitung auf das Spiel. Etliche Spieler hatten sich verletzungs- und krankheitsbedingt abgemeldet. Sascha Bertow musste bei einer Trainingseinheit sogar nur mit fünf Spielern arbeiten. „Das waren katastrophale Verhältnisse, die in einer Katastrophe geendet sind“, will der Trainer all das möglichst schnell ausblenden. Nicht allerdings den Auftritt am Samstag, der dürfte in dieser Trainingswoche mehr als einmal präsent sein. In den kommenden Spielen wird sich zeigen, wohin der Weg geht. Schon am Mittwoch geht es zum Nachholspiel nach Gummersbach (19.45 Uhr). Drei Tage später gastiert TuS Ferndorf in der Friedrich-Ebert-Halle. Und dann steigt am 26. November das Spiel beim derzeitigen Drittletzten Altenhagen-Heepen.

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