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IVZ-Lokalfenster - Tecklenburger Land

Obersteinbecker Schützen haben großen Redebedarf

wn

-weß- Obersteinbeck. Es gab viel Gesprächsbedarf bei der Jahreshauptversammlung der Obersteinbecker Bürgerschützen Zumwalde. So wurde lautstark von den Mitgliedern der Wunsch an den Vorstand herangetragen, die Mitgliedsbeiträge von 15 auf 18 Euro pro Jahr anzuheben, damit auch in Zukunft ein zünftiges Schützenfest gefeiert werden könne. Aber der Vorstand bremste die Beitragserhöhung. Zur Begründung sagte der zweite Vorsitzende Achim Greiwe: „Dann könnten uns die Mitglieder weglaufen.“

Ein weiterer Streitpunkt und Auslöser der Beitragsdebatte war das geplante Schützenfest im kommenden Jahr. Festwirtin Anni Klostermann hatte im Vorfeld und auch auf der Versammlung signalisiert, das Schützenfest in der alt bekannten Form nicht mittragen zu wollen. „Das rechnet sich nicht. Die Kosten laufen uns einfach davon“, sagte sie zur Begründung. Sie müsse mit allein 2000 Euro Zeltkosten rechnen. Mit den Nebenkosten ergebe sich eine Summe von rund 5000 Euro für das Schützenfest. Sie schlug den Anwesenden vor, auf der Terrasse und dem Spielplatz des Vereinslokals „Zumwalde“ zu feiern, mit der Option, auch einen Teil des Saales mitzunutzen.

Die Mitglieder sprachen sich aber eindeutig gegen diesen Vorschlag aus. „Ein Schützenfest ohne Zelt ist nicht denkbar. Wenn wir uns noch mehr zurückziehen, sind wir bald im freien Fall. Dann können wir in fünf Jahren gleich in einer Telefonzelle feiern“, sagte Lothar Loose. Daher forderten die Mitglieder eine Beitragserhöhung um drei von 15 auf 18 Euro schon in diesem Jahr. So wollen sie die anfallenden Kosten abfangen. Der Vorstand wurde zudem mit der Bildung eines Festausschusses beauftragt, der wiederum ein Schützenfest mit Zelt in Abstimmung mit der Festwirtin organisieren solle. Mehrheitlich wurde dann für die Beitragserhöhung abgestimmt.

Eine Abstimmung war auch von Nöten, als es um die Ernennung eines Ehrenvorsitzenden des BSV Zumwalde ging. Nach 43-jähriger Tätigkeit im Vorstand, davon viele Jahre als Vorsitzender und jetzt als Beisitzer schlug der Vorstand vor, Bernhard Struck zum Ehrenvorsitzenden zu benennen. Nach einigen Diskussionen wurde Struck bei zwei Enthaltungen und zwei Nein-Stimmen zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Die restlichen Formalitäten waren schnell abgearbeitet. Dem Kassenbericht von Manfred Terheiden war zu entnehmen, das Schützenverein und Schießstand sich finanziell selber tragen. Obwohl der Verein im vergangenen Jahr diverse Anschaffungen und die Renovierung des Ehrenmals tragen musste, konnte ein Plus gemacht werden.

Der Schießsport steht gut da, so Rainer Stockmann: „Wenn wir uns anstrengen und alle am Schießen teilnehmen, können wir noch bessere Ergebnisse erzielen.“

Achim Greiwe als zweiter Vorsitzender, Manfred Terheiden als Geschäftsführer, wurden bei den Wahlen für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. Hauptmann Matthias Veerkamp, die Beisitzer August Meiners sowie Dieter Gravenhorst wurde ebenfalls wiedergewählt. Für den ausscheidenden Besitzer wurde Alfons Veerkamp in den Vorstand gewählt. Als Kassenprüfer fungieren im kommenden Jahr Josef Oelgemöller und Günter Hagemann.

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