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Rot Weiss Ahlen

Offensive ein Totalausfall

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Ahlen. Sicherlich nicht wenige der exakt 153 Zuschauer der Partie zwischen RW Ahlen 2 und dem SV Schermbeck wunderten sich, wie die Gäste die Elf von Christian Wück mit zwei Mann in Unterzahl im Westfalenpokal bezwingen konnten. Denn auf der Südenkampfbahn bot der SVS am Mittwoch eine ganz trostlose Vorstellung. Die einzige Ausnahme bildete die frühe 1:0-Führung, die Christof Konowski nach nur zwei Minuten per Freistoß erzielte. „Das 0:1 war für uns tödlich“, befand Manfred Christel. Denn fortan lief auch bei seinen Jungs wenig zusammen.

Die Defensive – einmal mehr um das hervorragende Innenverteidiger-Duo Julian Schmidt und Marcel Stutter – stand zwar gut, aber offensiv kam erneut wenig bis gar nichts zustande. Bernhard Venker versuchte immer wieder das Spiel anzutreiben, hatte manch klugen Einfall, manch brauchbaren Pass parat. Doch viele seiner Kollegen mit Offensivauftrag konnten den durchdachten Spielzügen Venkers schlichtweg nicht folgen. So verpufften auch dessen Aktionen ohne Wirkung. Generell offenbarte die komplette Angriffsreihe eine erschreckende Harmlosigkeit. Ob Mustafa Sahbaz, Denis Schawlochow oder die später eingewechselten Pierre Aboutou und Yasin Yerli – es fehlt schlichtweg an Qualität.

So war es auch nicht verwunderlich, dass zwei der drei Ahlener Chancen nicht von einem Stürmer kamen. Doch auch Verteidiger Julian Schmidt (26.) bei einem Kopfball und Defensiv-Mittelfeldspieler Samet Akyüz (30.) mit einem Schuss hatten kein Fortune. Ebenso wenig der Drehschuss von Mustafa Sahbaz nach 21 Zeigerumdrehungen. Der bis dato nahezu beschäftigungslose Turgay Tapu musste erst nach der Pause eingreifen und gegen Schermbecks Besten Yakub Köse in der 61. Minute parieren. Nur Sekunden später musste darüber hinaus Dominik Lausch in höchster Not vor der Linie gegen Mike Holtheuer klären. Eine Viertelstunde später war für Lausch der Arbeitstag beendet. Er musste nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot in der 78. Minute vorzeitig den Platz verlassen. In Unterzahl gelang Rot-Weiß dann aber doch noch der Ausgleich. Für diesen verantwortlich: Marcel Stutter. Ahlens bulliger Innenverteidiger hämmerte die Kugel per Freistoß aus rund 20 Metern unhaltbar zum 1:1 (80.) in die Maschen. Dabei blieb es auch. Angesichts der Offensiv-Schwäche muss Rot-Weiß damit leben. Nur konnten nach 90 Minuten viele immer noch nicht begreifen, wie solch schwache Schermbecker der ersten Garde das Leben im Westfalenpokal derart schwer machten.

RW 2: Tapu – Lausch, Mi. Kaminski, Stutter, Schmidt, S. Sahin, Polzin (46. Aboutou), Akyüz (67. Yerli), Sahbaz (46. Krumpietz), Venker, Schawlochow

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