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Öffentliche Trauerfeier für Haider am Samstag

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Wien – Österreich will am Samstag bei einer öffentlichen Trauerfeier in Kärnten Abschied von dem Rechtspopulisten Jörg Haider nehmen. Der Kärntner Landeshauptmann (Ministerpräsident) und Chef der rechten Partei Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) war am frühen Samstagmorgen im Alter von 58 Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen.

Sein Leichnam soll vom Donnerstag an im Kärntner Landtag aufgebahrt werden, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA am Montag. Am Samstag soll die Verabschiedung in Klagenfurt mit einem Trauerzug beginnen, am Neuen Platz werde dann im Dom das Requiem für Haider gefeiert. Seine Leiche solle dann verbrannt und die Urne im Bärental in Kärnten begraben werden.

Bereits am Sonntagabend hatte die Kärntner Bevölkerung einen Trauergottesdienst für den umstrittenen Haider gefeiert, der immer wieder mit seinen rechten Sprüchen international für Aufsehen sorgte. Der Dom in Klagenfurt war bereits eine Stunde vor Beginn überfüllt, hunderte Menschen folgten der Messe auf dem Domplatz, die dorthin live übertragen wurde. Auch die Witwe Haiders und seine beiden Töchter waren anwesend.

Nach dem Unfalltod Haiders sieht sich der Chef der rechten FPÖ, Heinz-Christian Strache, als unumstrittener Anführer des rechten Lagers in der Alpenrepublik. „Ich habe das Erbe des dritten Lagers bereits 2005 angetreten“, sagte Strache. Damals hatte Jörg Haider, der die Rechten in Österreich als dritte Kraft aufgebaut hatte, nach Streit mit Stache die FPÖ verlassen und das Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) gegründet.

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