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Karneval im Kreis Steinfurt

„Ohne Frauen würd´ nix laufen“

wn

Nordwalde - Die Westeroder wollten sie gar nicht mehr gehen lassen und verlangten Zugabe um Zugabe von Reinhold Kintrup und Norbert Rottmann als Hans und Franz, die ewigen Junggesellen. Sie erklärten lang und breit, dass das Leben mit einem Hund viel entspannter ist, als mit einer Frau. Um letztendlich doch die Entscheidung zu fällen: „Ohne Frauen würd nix laufen“. Mit ihrer witzig, charmanten Art sorgten die Junggesellen nicht nur bei den weiblichen Gästen für Stimmung. Unter dem Motto „Westerode - teuflisch gut“ fand das Karnevalsfest der Westeroder statt. Mit Prinz Markus II und Prinzessin Conny I und dem „teuflischen Elferrat“ wurde kräftig gefeiert.

Auch zu tratschen gab es in der Bauerschaft mehr als genug. Doch statt einer normalen Büttenrede hatte sich Gisela Schulte-Sutrum etwas besonderes einfallen lassen. Zuerst einmal stellte sie fest: „Wenn du nicht mehr lachen kannst, ist´s schlecht um dich bestellt.“ Und zu lachen gab es tatsächlich einiges. Selbst gedichtete Strophen trug sie vor. Nicht gesprochen, sondern gesungen. Da staunten einige Westeroder nicht schlecht. Von Frauen, die Schneemänner nicht mit einer Möhre, sondern einem Hirschgeweih schmücken und Bauern, die ihre Trecker nicht richtig beherrschen.

Für weiteres Erstaunen sorgten außerdem die verschiedenen Tanzgruppen, die auftraten. Zum einen die „Ladykracher“. Sie starteten mit dem Titel „Völlig losgelöst“ . Eine gute Titelwahl, denn völlig losgelöst waren auch ihre Choreografien. Sie schwangen kräftig die Tanzbeine und das so synchron, dass man schnell feststellte: Das ist eine eingespielte Gruppe. Genauso wie die Hollinger Prinzenballett Tanzgruppe. Angefangen bei den Mini-Funkenmariechen, bis hin zum Jugendballett legten sie alle flotte Tänze aufs Parkett. Solotänzerin Carolin Prinz zeigte, wie Gardetanz in Perfektion aussieht und erntete lautstarke Bewunderungsrufe.

Und dann war da noch Thea-Agathe Schlusenkötter, eigentlich Gabriele Dankbar. Der Künstlername ist Programm. Thea-Agathe ist völlig von sich überzeugt. Sie ist nicht nur Model für „dreimal X und einmal L“, Thea kann auch singen und tanzen - meint sie zumindest.

„Wenn ich schon in Paris über den Laufsteg gehen kann, dann wollte ich es auch mal hier beim Superstar versuchen“, kündigte sie an. Die Spontanität der Westeroder war gefordert. So durfte unter anderem Prinz Markus II sich als Dieter Bohlen in der Jury versuchen. Bei jedem Wettbewerb hätte Thea-Agathe Schlusenkötter voraussichtlich nicht einmal die erste Runde überstanden. Doch die Nordwalder meinten es gut mit ihr und belohnten ihre Darbietung mit tosendem Applaus.

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