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Rot Weiss Ahlen

Ohren nicht auf Durchzug stellen

Cedric Gebhardt

Ahlen. Dass der DSF-Reporter die Arbeit von Rot-Weiß Ahlen nach dem 3:0-Triumph über Ingolstadt mit einem Vergleich zur in der Ersten Liga für Furore sorgenden TSG Hoffenheim gleichsetzte und damit adelte, schmeichelt Christian Wück. Das schon. Zugleich kommt dem Trainer RW Ahlens dieses Lob vor dem Auswärtsspiel Freitagabend um 18 Uhr bei TuS Koblenz aber auch in die Quere. Denn (nicht nur) seiner Meinung nach werden Fußballspiele „70 bis 80 Prozent im Kopf entschieden“.

Und da kommt das Lob nicht gerade recht, der Vergleich ohnehin hinkend daher. „Ich denke nicht, dass wir mit Hoffenheim vergleichbar sind. Man muss sich nur den dortigen Etat anschauen“, meint denn auch Marcel Busch. Christian Wück wird die Aussage freuen. Sie zeigt ihm, dass seine Spieler nicht so weit weg sind von seinen eigenen Vorstellungen.

Und die will er seinem Team einbläuen. „Es ist eine vollkommen neue Situation für uns. Wir zählen zu den Mannschaften von ganz oben. Koblenz steht ganz unten. Dieser Umstand ist sehr gefährlich“, warnt Wück vehement. Der RW-Trainer kündigte bereits auf der gestrigen Pressekonferenz an, er werde sein Personal in einer speziellen Mannschaftssitzung auf den Gegner einstellen. „Wir können das Spiel schon heute gewinnen“, meinte Wück am Donnerstag. Eben dann, wenn seine Belegschaft die Ohren nicht auf Durchzug stellt, sondern speichert, was der Coach ihr vermittelt.

Dazu, so Wück, werde es von ihm eine Ansprache geben, die die Mannschaft so noch nicht erlebt hat. Ob er auf Gehör stößt, wird sich dann heute Abend zeigen. Fest steht indes, dass neben Manuel Bölstler, Daniel Thioune und Marinko Miletic auch der Gelbgesperrte Philipp Heithölter sowie Nils-Ole Book fehlen werden. Book plagen nach wie vor Schwindelgefühle. Deren Ursache ist noch nicht geklärt. Es wird ein ausgerenkter Wirbel als Wurzel allen Übels vermutet. „Das muss schleunigst geklärt werden“, verlangt Christian Wück. In Kürze soll Book deshalb sowohl von einem Neurologen als auch einem Physiotherapeuten untersucht werden.

Das gerade genannte Quintett wird demnach fehlen, wenn Rot-Weiß in Koblenz den DSF-Reporter hoffentlich ein weiteres Mal in Verzückung versetzt.

Die voraussichtliche Aufstellung der Ahlener: Lenz – Busch, Di Gregorio, Döring, Maul – Bäumer, Wiemann – Gibson – Reus, Großkreutz – Toborg

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