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Lenz-Musik

One Republic: Gewinner mit Wucht

wn

"Never change a winning team“ ist eine alte Trainer-Weisheit, die auch Til Schweiger kennt. One Republic haben vor zwei Jahren seinen Film „Keinohrhasen“ mit ihrem Superhit „Apologize“ garniert. Und auch jetzt, wo sich der Nachfolger „Zweiohrküken“ anschickt, Rekorde zu brechen, sind die Kalifornier wieder auf dem Soundtrack zu finden.

Aber es wird nicht nur eine gute Portion Aberglaube gewesen sein, die Schweiger zu seiner Entscheidung getrieben hat. Mit „Waking Up“, ihrem neuen zweiten Album, unterstreichen One Republic, dass sie einfach eine verdammt gute Band sind. Mit einem verdammt guten Songschreiber.

Frontmann Ryan Tedder prägt die Songs nicht nur mit seiner Stimme, die sich zwischen männlich-herber Markanz und synthetischem Falsett bewegt. Die Tracks, die allesamt aus seiner Feder sind, bestechen auch durch viele Variationen und wunderbare Dramatik. Für große Gefühle lassen sich One Republic beispielsweise in „All This Time“ und „Marchin On“ Zeit, so dass sich eine melodiöse Wucht entwickeln kann. Immer mal wieder blitzt durch, dass Tedder Gefallen an der Produktionshandschrift seines Kumpels und Labelchefs Timbaland gefunden hat. Dem HipHop-Style setzen Tedder und Co. dann allerdings Cello-Soli, Piano-Passagen und Gitarrenwände à la U2 entgegen. So entwickelt sich ein Sound, der sich schon nach dem zweiten Album als typisch identifizieren lässt.

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