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Opel-Chef Hans Demant: Automann als Krisenmanager

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Rüsselsheim – In den vier Jahren an der Spitze von Opel hat Hans Demant schon mehrere Krisen gemanagt. Nur kurz nach seinem Amtsantritt verordnete der Mutterkonzern General Motors (GM) 2005 dem jahrelang defizitären Europageschäft mit der Hauptmarke Opel ein hartes Sanierungsprogramm mit dem Abbau von 9000 Stellen.

Wochenlange Proteste und harte Verhandlungen musste der altgediente Opelaner an der Seite seines Europa-Chefs Carl-Peter Forster durchstehen. Nun muss der 58-Jährige die nächste Krise meistern: Als erster deutscher Autohersteller bat Opel die Bundesregierung um eine Bürgschaft.

Demant kennt das Unternehmen wie seine Westentasche und kann auf mehr als 20 Jahre Karriere bei dem Rüsselsheimer Autobauer zurückblicken. Das gibt ihm Insiderwissen, das gerade in der jetzigen schwierigen Lage von Vorteil sein kann. Zu seinem Vorgänger Forster, der heute Chef von General Motors Europa ist, pflegt Demant enge Kontakte. Der bescheiden auftretende Opel-Chef ist erst der vierte Deutsche seit dem Krieg auf diesem Posten.

Der Diplom-Ingenieur gilt als „Car Guy“, als Automann durch und durch, dessen ganze Leidenschaft Autos sind und der gerne mal am Lenkrad eines Motorsportwagens sitzt. Seine Mitarbeiter schätzen Demant als zuverlässig und kompetenten Fachmann. Zu Opel kam der gebürtige Wiesbadener nach einem Maschinenbau-Studium 1972 als Entwicklungs- und Projektingenieur. 1999 wurde Demant zum Entwicklungsvorstand der Adam Opel AG berufen und leitete das Internationale Technische Entwicklungszentrum (ITZ).

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