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Opel und BMW stoppen Produktion

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Bochum – Die Auswirkungen der Finanzkrise lassen den Absatz des Autobauers Opel einbrechen und zwingen das Unternehmen zu einem Produktionsstopp in nahezu allen europäischen Werken. Lediglich im Stammwerk in Rüsselsheim, das gerade auf die Produktion des neuen Mittelklassewagens-Wagens Insignia umstellt, geht die Arbeit normal weiter.

In Deutschland stehen dagegen an den Standorten in Bochum mit 5000 Mitarbeitern und Eisenach mit 1800 Beschäftigten die Bänder für zwei bis drei Wochen still. Mit dem Schritt will Opel nach Unternehmensangaben die Produktion bis Jahresende um rund 40 000 Fahrzeuge drosseln. 2007 verkaufte Opel nach eigenen Angaben 1,74 Millionen Autos in Europa.

Der Autobauer BMW unterbricht ebenfalls an seinem Standort Leipzig in der letzten Oktober-Woche die Produktion. „Auch BMW reagiert auf die Marktentwicklung, insbesondere in den USA“, sagte ein Sprecher der dpa am Dienstag. Demnach stehen die Bänder in Leipzig die vier Tage lang still und 2800 Autos werden nicht gebaut. Bei VW in Zwickau gibt es derzeit keine Einschränkungen, hieß es auf dpa-Anfrage.

„Die Finanzkrise führt dazu, dass die Menschen in Europa sich beim Autokauf zurückhalten“, sagte ein Opel-Sprecher am Dienstag in Rüsselsheim und bestätigte einen Bericht der „Bild“-Zeitung. Besonders stark gehe der Absatz in Spanien, Großbritannien und Deutschland zurück. Den Beschäftigten werde der Arbeitsausfall unter anderem über den Abbau von Überstunden auf Arbeitszeitkonten abgegolten. Kündigungen werde es nicht geben. Der Betriebsrat befürchtet aber Lohneinbußen und Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich.

Im Werk Bochum, wo 5000 Mitarbeiter die Modelle Astra und Zafira bauen, unterbricht Opel die Produktion zwei Wochen lang bis kommenden Montag. Im thüringischen Eisenach mit 1800 Beschäftigten sollen die Bänder vom kommenden Montag an sogar drei Wochen lang still stehen. Derzeit würden Details für die vorübergehende Stilllegung mit dem Betriebsrat besprochen. Danach seien auch leichte Lohneinbußen für Teile der Belegschaft nicht auszuschließen.

Die Entscheidung traf auf heftigen Widerstand der Betriebsräte. Es werde Lohneinbußen für die Mitarbeiter geben, befürchten die Mitarbeitervertreter. In einer gemeinsamen Presseerklärung kritisierten die Betriebsräte der vier deutschen Opel-Werke Rüsselsheim, Bochum, Kaiserslautern und Eisenach die Entscheidung des Managements. „Das ist eine ungeheure Provokation“, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz. Sie sei einseitig getroffen worden. Das Europäische GM Arbeitnehmerforum habe aufgrund der nicht erfolgten Information und Konsultation bereits rechtliche Schritte eingeleitet. Sie seien der Auffassung, „dass solch schwierige Situationen nur gemeinsam mit den Beschäftigten gelöst werden können.“

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