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Ordnungsamt Münster prüft „glasfreien“ Karneval

Dirk Anger

Münster - Über ein Alkohol- und Glasverbot in bestimmten Bereichen der Stadt ist in der Vergangenheit in Münster schon diskutiert worden. Nach dem jüngsten Eilbeschluss des Oberverwaltungsgerichts verspürt das städtische Ordnungsamt wieder Rückenwind in dieser Angelegenheit.

Denn die Richter vom Aegidiikirchplatz hatten ein Verbot von Gläsern und Flaschen zum Karnevalsauftakt in Köln als rechtmäßig erachtet. „Das müssen wir uns genau angucken“, sagte Ordnungsamtschef Martin Schulze-Werner. Aus ordnungsbehördlicher Sicht sei der Beschluss ein „Silberstreif am Horizont“, habe es bis dato doch kaum eine andere Handhabe gegeben. „Wir standen ohne entsprechende Instrumente da“, so Schulze-Werner.

Ob städtischerseits künftig von dem neuen rechtlichen Rahmen Gebrauch gemacht werde, konnte der Ordnungsamtsleiter indes noch nicht sagen. „Das muss in jedem Einzelfall sehr sorgfältig abgeklärt werden.“

Die Stadt Köln hatte während der tollen Tage im Februar dieses Jahres das Mitnehmen von Glasflaschen und Gläsern in bestimmten Innenstadtbereichen untersagt. Damit sollten Verletzungsgefahr und Gewalt vorgebeugt werden.

Das Verwaltungsgericht Köln war dieser Ansicht allerdings nicht gefolgt. Erst bei den Richtern in Münster fand die Stadt Köln Gehör. Allerdings könne das Verbot nicht ohne Weiteres auf andere Großveranstaltungen übertragen werden.

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