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Stadt rüstet sich für den 1. Mai

Ordnungsamt will „Störungen im Keim ersticken“

Martin Kalitschke

Münster - Schlägereien, massenweise betrunkene Jugendliche - und danach Müll, so weit das Auge blickt: Am 1. Mai vor einem Jahr war rund um den Hiltruper See die Hölle los. Das - so die Polizei - „Trinkgelage“ uferte damals dermaßen aus, dass die Veranstaltung von einer Einsatzhundertschaft aufgelöst wurde. Mehrere der rund 600 Jugendlichen wurden festgenommen.

Damit es in diesem Jahr gar nicht erst so weit kommt, wird das Ordnungsamt bereits am 30. April mit „ausreichend Personal“ vor Ort sein, so Behördenleiter Martin Schulze-Werner. „Unser Ziel ist es, Ordnungsstörungen im Keim zu ersticken.“ Sobald Jugendliche in der Wasserschutzzone baden, grillen oder Müll hinterlassen, „werden wir einschreiten“, kündigt er an.

In den vergangenen Tagen hat das Ordnungsamt bereits das Gespräch mit Hiltruper Schülervertretern gesucht. „Wir haben klargemacht, dass wir kein Problem darin sehen, wenn Jugendliche zum Hiltruper See gehen und friedlich feiern“, betont der Amtsleiter. Auswüchse würden allerdings nicht hingenommen.

Polizeiangehörige werden zunächst nicht vor Ort sein. „Wir kommen nur, wenn etwas passiert“, betont Behördensprecherin Evelin Kösters.

Unter anderem wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte waren vor einem Jahr mehrere Strafanzeigen geschrieben worden. Zum Unrat-Schlachtfeld, das die Partyteilnehmer hinterließen, sagte damals der Einsatzleiter der Polizei: „So etwas habe ich noch nie gesehen.“

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