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Organisatorische und sportliche Höhepunkte

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Ahlen. 140 Füße machten am Samstag den Härtetest und die renovierte Laufbahn im Sportpark Nord hielt, was sie versprach. Genau wie die Organisation: Denn bei der 22. in Ahlen durchgeführten deutschen Meisterschaft, den Titelkämpfen der Senioren im 5000 Meter-Bahngehen, spielte das Team um Dieter Massin, Manfred Kreutz und Anne Ronig all seine Routine und Erfahrung aus, das es in den 25 Jahren seit Erbauung des Stadions im Sportpark Nord gesammelt hatte. Das blieb auch dem erfahrensten unter den Teilnehmern nicht verborgen. Gerhard Weidner von der LG Salzgitter hatte am Ende der Veranstaltung nur Lob zu verteilen: „Das ist eine der besten Veranstaltungen, die ich je besucht habe. Und ich kann das beurteilen“, erklärte der Athlet, der vor allem mit seinem sechsten Platz bei den Olympischen Spielen 1972 in München für Furore sorgte. Seit 45 Jahren ist er inzwischen bei nationalen und internationalen Gehwettbewerben am Start und lobte Ahlen für die tolle Anlage und die reibungslose Organisation. Nebenbei sammelte er in 29:19,44 Minuten einen weiteren Titel ein.

Doch nicht nur in organisatorischen Punkten setzte Ahlen Akzente. Auch sportlich brauchten sich die heimischen Athleten nicht zu verstecken. So konnte Manfred Kreutz vor heimischem Publikum, das ihn frenetisch anfeuerte, einen weiteren Titel in seiner Geherkarriere ergattern. Über die 5000 Meter gewann er seine Altersklasse M40 in 22:42,14 Minuten. Furios war er gestartet: Schließlich übernahm er gleich von Beginn die Gesamtführung, obwohl auch die jüngeren Altersklassen M30 und M35 in seinem Rennen vertreten waren. Den gesamten ersten Kilometer blieb es bei dieser Konstellation. Die Ahlener Zuschauer waren begeistert von ihrem Lokalmatadoren. Doch dann schloss Steffen Borsch vom FSV Köthen die Lücke und ging direkt zum Angriff über. Wenige Runden konnte Kreutz dem M30-Athlet folgen. Dann kassierte er eine kleine Niederlage und musste abreißen lassen. Die letzten Runden absolvierte er allein. „Natürlich hätte ich gerne den Gesamtsieg errungen“, erklärte der Ahlener nach der Überquerung des Zielstrichs. Doch ein kleiner Trost blieb: Seine Zeit blieb die zweitschnellste des Tages.

Auch Dirk Kaldewei, der zweite Ahlener Starter, konnte mit seiner Leistung zufrieden sein. Er stellte mit seiner Zeit von 30:16,26 Minuten eine neue persönliche Bestleistung auf und wurde damit Vierter der M35. „Ich bin am Anfang zu schnell losgegangen. Das war tödlich bei diesen Temperaturen“, erklärte er. Neben den sportlichen Höhepunkten setzte die Organisation auch atmosphärische. Mit einer Krönungsfanfare und dem Lied „Freude, schöner Götterfunken“ wurde jede Siegerehrung von einem Trompetentrio eingeleitet. Wer den Blick zu den Musikanten Maximilian Frank, Sarah Maslowski und Michael Boch schweifen ließ, konnte sich zudem am festlich geschmückten Kranz erfreuen: Diesen hatte Anne Ronig noch kurz vor der Veranstaltung gefertigt, um an das 25-jährige Jubiläum zu erinnern.

Im Rahmenprogramm ließen sich einige Sportler von den Profis anstecken. Beim vom Kreissportbund (KSB) ausgerichteten Schnupper-Walking nahmen 70 Personen teil und absolvierten trotz hoher Temperaturen zwischen 2,5 und zehn Kilometer. Als Belohnung verteilte Christoph Kelzenberg vom KSB gelbe Jubiläums-T-Shirts, die die Walker und Nordic Walker auch direkt überzogen.

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