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Osnabrücker Familiendrama: Verdächtigem geht es sehr schlecht

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Osnabrück – Der mutmaßliche Täter des Osnabrücker Familiendramas wird sich wahrscheinlich nie zur Tragödie äußern können. Die Hautverbrennungen seien noch schlimmer als zunächst befürchtet, sagte Polizeisprecher Jens Jantos am Dienstag.

„Wenn er überleben oder aus dem Koma erwachen würde, wäre das ein Wunder“, betonte er. Der 33 Jahre alte Mann erlitt schwere Verletzungen, als er am Samstag das Haus seiner Schwiegereltern anzündete. Zuvor hatte er seine 32 Jahre alte Ehefrau und seine 53 Jahre alte Schwiegermutter erstochen. Die Frau hatte ihren Mann verlassen und war mit den beiden ein und drei Jahre alten Kleinkindern zu ihren Eltern gezogen. Der 33-Jährige wird in einem Krankenhaus in Dortmund behandelt.

Das aus Osnabrück stammende Ehepaar hatte zuletzt im bayerischen Landshut gelebt. Der Mann hatte dort einen Job als Ingenieur für Holztechnik. In der Wohnung in Landshut sei inzwischen ein Brief der Frau an ihren Mann gefunden worden, sagte Jantos und bestätigte einen entsprechenden Bericht der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Darin habe sie ihm ihre Gründe für den Abschied dargelegt.

Die Frau war von ihren Familienangehörigen am Mittwoch aus Landshut nach Osnabrück gebracht worden. Es war in der Vergangenheit öfter zu Streitigkeiten zwischen dem Paar gekommen. Bereits vergangene Weihnachten hatte sich die Frau zeitweise von ihrem Mann getrennt. Damals drohte er mit Selbstmord, begab sich aber für kurze Zeit in psychische Behandlung. „Wir gehen davon aus, dass es wegen der Beziehungsprobleme zur Tat gekommen ist“, sagte Jantos.

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